Epilepsiezentrum Rotenburg - Ihre individuelle Betreuung für mehr Lebensqualität

Epileptische Anfälle zählen zu den häufigsten anfallsartig auftretenden Störungen. Weltweit leben etwa 60 Millionen Menschen mit einer chronischen Epilepsie. Durch innovative und individuell abgestimmte diagnostische und therapeutische Möglichkeiten kann der überwiegende Teil der Betroffenen ein ganz normales Leben führen. Dem Erreichen dieses Ziels hat sich das Epilepsiezentrum Rotenburg am AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG verschrieben.

Diagnostik aus einer Hand 

Eine gründliche Diagnostik ist die Grundlage jeder Therapie. Aufgrund der Vielgestaltigkeit einzelner Anfallserkrankungen trifft dieser ärztliche Leitsatz in besonderem Maße auf die Behandlung epileptischer Anfälle zu. Über eine enge Vernetzung aller Fachabteilungen im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG bieten wir unseren Patienten Untersuchungsmethoden auf höchstem medizinischen Niveau. 

Individualisierte Behandlung 

Die Anzahl der Behandlungsstrategien bei Epilepsie ist so groß wie die Anzahl unserer Patienten. Wir wissen, dass nicht jede Therapieform für alle Patienten sinnvoll und geeignet ist – und auch nicht von jedem gewünscht wird. Mit dem Ziel einer auf die persönlichen Bedürfnisse ausgerichteten Behandlung erarbeiten wir gemeinsam mit unseren Patienten aus einem umfangreichen Angebot verschiedener Therapieansätze ein individuelles Therapiepacket. Dieses umfasst neben einer allgemeinen Beratung über die Ziele bestimmter Behandlungsformen z.B. die Auswahl und Verordnung von Medikamenten einschließlich Kontrolle deren Wirksamkeit und Verträglichkeit, Notfalltherapien bei akuten Anfällen sowie Schulungsprogramme für Betroffene und Angehörige. In einigen Fällen kommen auch spezielle diätetische Maßnahmen oder epilepsiechirurgische Behandlungen zum Einsatz.

Zertifiziertes Epilepsiezentrum

Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts werden in Rotenburg Patienten mit Anfallserkrankungen behandelt. Als Schwerpunkterweiterung der Neurologischen Klinik wurde 2007 eine von der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) zertifizierte Spezialambulanz für Epilepsieerkrankungen etabliert. 2010 wurde sie um eine Spezialstation für Anfallserkrankungen erweitert. 2014 zertifizierte die DGfE die ambulante und stationäre Epileptologie in Rotenburg offiziell als Epilepsiezentrum. 

Hilfreiche Informationen

Nachfolgend finden Sie hilfreiche Informationen zum Epilepsiezentrum Rotenburg, Kontaktadressen zur Kontaktaufnahme sowie zu unseren ambulanten und stationären Angeboten. Untenstehend haben wir für Betroffene und interessierte Angehörige einige Aspekte zum Thema Epilepsie zusammengestellt. Die Informationen helfen, gängige Vorurteile abzubauen und Epilepsiepatienten einen besseren Umgang mit ihrer Erkrankung zu ermöglichen. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Beantwortung spezieller Fragen und auf individuelle Krankheitsverläufe abgestimmte Erörterungen nur in persönlichen Gesprächen erfolgen können. Kontaktieren Sie uns gern!
 

Kontakt
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG
Neurologische Klinik (Haus B), MVZ Epilepsiesprechstunde, Erwachsene

Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)

(04261) 77-22 18

(04261) 77-32 30

mvz-neurologie@diako-online.de

Ihre Ansprechpartner (Erwachsene)
Dr. med. Frank Bösebeck

Dr. med. Frank Bösebeck

Abteilungsleiter Epileptologie

Dr. med. Dr. phil. Rainer Strege

Dr. med. Dr. phil. Rainer Strege

Stellv. Abteilungsleiter Epileptologie

Kontakt
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG
Sozialpädiatrisches Zentrum, Kinderepilepsie

Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)

(04261) 77-68 50

(04261) 77-68 49

anmeldungspz@diako-online.de

Ihr Ansprechpartner (Kinder)
Dr. med. Heinrich Hahn

Dr. med. Heinrich Hahn

Abteilungsleiter SPZ, Sprecher des Ethik-Komitees

Dr. med. Kirsten Mennicke

Dr. med. Kirsten Mennicke

Stellv. Abteilungsleiterin SPZ

Kontakt, Terminvereinbarungen, Rezepte

Sozialpädiatrisches Zentrum (Haus 11)
Ärztliche Ansprechpartner:
Dr. Heinrich Hahn (Abteilungsleiter SPZ)
Dr. Kirsten Mennicke (Stellv. Abteilungsleiterin SPZ)

Sie erreichen uns telefonisch unter:
T (04261) 77- 6850
F (04261) 77- 6849

Unsere Sprechzeiten sind:

Montag und Dienstag: 08.00 bis 12.00 Uhr, 14.00 bis 16.00 Uhr
Mittwoch: 08.00 bis 12.00 Uhr
Donnerstag: 08.00 bis 10.00 Uhr
Freitag: 08.00 bis 12.00 Uhr
Für Terminanfragen oder Rezeptbestellungen erreichen Sie uns außerhalb der o.g. Zeiten auch per eMail unter:
spz@diako-online.de

Und noch eine Bitte …
Um Verwechselungen zu vermeiden, geben Sie bitte grundsätzlich Ihren Vor- und Zunamen, Ihr Geburtsdatum sowie ggf. eine Telefonnummer für mögliche Rückfragen an. Bei Rezeptanfragen geben Sie bitte den vollständigen Medikamentennamen (Handelsnamen®) einschließlich Wirkstoffstärke (i. d. R. in mg) sowie die Packungsgröße an. Da bei Antiepileptika möglichst kein Wechsel des Herstellers erfolgen soll, ist hier die Angabe des Herstellers – soweit bekannt – hilfreich. In diesem Fall erfolgt die Rezeptierung als sogenanntes aut idem-Rezept. Das heißt, dass der Austausch des verordneten Arzneimittels ausgeschlossen ist. Generell gilt, dass das Ausstellen eines Rezeptes nur erfolgen kann, wenn im laufenden Quartal die Krankenkassenkarte bereits vorlag.

Inhaltliche Angebote

Die Epilepsieambulanz des Epilepsiezentrums Rotenburg ist eine Spezialambulanz für Menschen mit Anfallserkrankungen aller Art. Über rein medizinische, also meist pharmakologische Fragestellungen hinaus, widmen wir uns dem Krankheitsbild Epilepsie in all seinen Facetten:

  • Diagnostische Einordnung von epileptischen- und nicht-epileptischen Anfällen
  • Bestimmung des Epilepsiesyndroms
  • Aufklärung über Ursachen, Formen, Auswirkungen, Behandlungsmöglichkeiten und Prognose von Epilepsie
  • Individuelle Beratung über medikamentöse und chirurgische Behandlungsmöglichkeiten von Epilepsie
  • Behandlung von Patienten mit chronischer oder komplizierter Epilepsie
  • Behandlung von Patienten mit Epilepsie und zusätzlicher Mehrfachbehinderung
  • Sozial-medizinische Beratung
  • Beratung in Fragen schulischer, beruflicher oder verkehrsrechtlicher Einschränkungen für Betroffene
  • Abgabe einer „zweiten Meinung“
  • Betreuung von Patienten mit implantierten Vagusnervstimulatoren
  • Betreuung nach epilepsiechirurgischen Eingriffen
  • Einleitung und Betreuung einer ketogenen Diät

Kontakt, Terminvereinbarungen, Rezepte

Neurologische Klinik (Haus B)
MVZ-Epilepsiesprechstunde
Ärztliche Ansprechpartner:
Dr. Frank Bösebeck (Abteilungsleiter)
Dr. Dr. Rainer Strege (Stellv. Abteilungsleiter)

Sie erreichen uns telefonisch unter:
T (04261) 77- 22 18 
F (04261) 77- 32 30

Unsere Sprechzeiten sind:

Montag: 08.00 bis 15.30 Uhr
Dienstag bis Donnerstag.: 08.00 bis 16.00 Uhr
Freitag: 08.00 bis 15.00 Uhr

Für Terminanfragen oder Rezeptbestellungen erreichen Sie uns außerhalb der o. g. Zeiten auch per E-Mail unter:
mvz-neurologie@diako-online.de

Und noch eine Bitte …
Um Verwechselungen zu vermeiden, geben Sie bitte grundsätzlich Ihren Vor- und Zunamen, Ihr Geburtsdatum sowie ggf. eine Telefonnummer für mögliche Rückfragen an. Bei Rezeptanfragen geben Sie bitte den vollständigen Medikamentennamen (Handelsnamen®) einschließlich Wirkstoffstärke (i. d. R. in mg) sowie die Packungsgröße an. Da bei Antiepileptika möglichst kein Wechsel des Herstellers erfolgen soll, ist hier die Angabe des Herstellers – soweit bekannt – hilfreich. In diesem Fall erfolgt die Rezeptierung als sogenanntes Aut Idem-Rezept. Das heißt, dass der Austausch des verordneten Arzneimittels ausgeschlossen ist. Generell gilt, dass das Ausstellen eines Rezeptes nur erfolgen kann, wenn im laufenden Quartal die Krankenkassenkarte bereits vorlag.

Inhaltliche Angebote

Die Epilepsieambulanz des Epilepsiezentrums Rotenburg ist eine Spezialambulanz für Menschen mit Anfallserkrankungen aller Art. Über rein medizinische, also meist pharmakologische Fragestellungen hinaus, widmen wir uns dem Krankheitsbild Epilepsie in all seinen Facetten:

  • Diagnostische Einordnung von epileptischen- und nicht-epileptischen Anfällen
  • Bestimmung des Epilepsiesyndroms
  • Aufklärung über Ursachen, Formen, Auswirkungen, Behandlungsmöglichkeiten und Prognose von Epilepsie
  • Individuelle Beratung über medikamentöse und chirurgische Behandlungsmöglichkeiten von Epilepsie
  • Behandlung von Patienten mit chronischer oder komplizierter Epilepsie
  • Behandlung von Patienten mit Epilepsie und zusätzlicher Mehrfachbehinderung
  • Sozial-medizinische Beratung
  • Beratung in Fragen schulischer, beruflicher oder verkehrsrechtlicher Einschränkungen für Betroffene
  • Betreuung von Frauen mit Epilepsie und Kinderwunsch sowie von schwangeren oder stillenden Frauen mit Epilepsie
  • Beratung in Fragen Epilepsie & Partnerschaft
  • Abgabe einer „zweiten Meinung“
  • Betreuung von Patienten mit implantierten Vagusnervstimulatoren
  • Betreuung nach epilepsiechirurgischen Eingriffen
     

Kontakt, Terminvereinbarungen, Rezepte

Neurologische Klinik (Haus B)
Station 25 (Epilepsiestation) 
Ärztliche Ansprechpartner:
Dr. Frank Bösebeck (Abteilungsleiter)
Dr. Dr. Rainer Strege (Stellv. Abteilungsleiter)

Sie erreichen die Station 25 telefonisch unter:

T (04261) 77- 3263
F (04261) 77- 3262

Für Terminanfragen oder Rezeptbestellungen erreichen Sie uns außerhalb der o. g. Zeiten auch per eMail unter:
epilepsiezentrum@diako-online.de

Und noch eine Bitte …
Um Verwechselungen zu vermeiden, geben Sie bitte grundsätzlich Ihren Vor- und Zunamen, Ihr Geburtsdatum sowie ggf. eine Telefonnummer für mögliche Rückfragen an. Bei Rezeptanfragen geben Sie bitte den vollständigen Medikamentennamen (Handelsnamen®) einschließlich Wirkstoffstärke (i. d. R. in mg) sowie die Packungsgröße an. Da bei Antiepileptika möglichst kein Wechsel des Herstellers erfolgen soll, ist hier die Angabe des Herstellers – soweit bekannt – hilfreich. In diesem Fall erfolgt die Rezeptierung als sogenanntes aut idem-Rezept. Das heißt, dass der Austausch des verordneten Arzneimittels ausgeschlossen ist. Generell gilt, dass das Ausstellen eines Rezeptes nur erfolgen kann, wenn im laufenden Quartal die Krankenkassenkarte bereits vorlag.
 

Inhaltliche Angebote

Das Epilepsiezentrum Rotenburg ist eine Spezialeinrichtung für Menschen mit Anfallserkrankungen aller Art. nachfolgend finden Sie Beispiele für unsere stationären Angebote:

  • Video-EEG Langzeitableitungen ("Monitoring")
  • Stationäre komplexe Medikamentenumstellungen
  • Prächirurgische Epilepsiediagnostik
  • Epilepsiechirurgische Eingriffe
  • Implantation von Vagusnervstimulatoren
  • Hochauflösende MRT-Schnittbildtechnik (1,5 und 3 T) nach international validierten Standards
  • Umfangreiche neuropsychologische Tests
  • Sozialmedizinische Beratung
  • Stationäre Behandlung von Menschen mit Mehrfachbehinderungen
  • Immunmodulatorische Therapie bei limbischer Enzephalitis 
  • Einleitung einer ketogenen Diät

Es stehen moderne diagnostische Möglichkeiten (z. B. digitale Video-EEG [Elektroenzephalogramm] Ableitplätze, ambulante EEG-Ableitungen, stationäre Video-EEG Langzeitableitung, hochauflösende Kernspintomografie, diagnostische Nuklearmedizin etc.) zur Verfügung.

Damit wir Sie individuell beraten können, benötigen wir möglichst genaue Angaben über Ihre Anfälle. Oft können Betroffene hierzu nur wenig beitragen, da sie selbst ihre Anfälle nicht mitbekommen. Hier sind Angehörige oder Freunde, die schon einmal Zeuge eines Anfalls waren, hilfreich. Sie sind herzlich eingeladen, Sie bei Ihrem Besuch bei uns zu begleiten. Möglicherweise haben Sie im Vorfeld bereits ärztlichen Rat eingeholt – sei es ambulant oder im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes. Meist wurde dann auch schon eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Um alle Informationen und Untersuchungsergebnisse in unsere Beurteilung einbeziehen zu können und um Sie vor überflüssigen, möglicherweise auch unangenehmen „Doppeluntersuchungen“ zu schützen, bitten wir Sie, folgende Unterlagen zu Ihrem ersten Besuch mit zu bringen*:

  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Aktueller Anfallskalender (wenn bereits geführt)
  • Sämtliche Arztbriefe aus Klinikaufenthalten und ambulanten Arztbesuchen
  • CT- und/oder MRT-Aufnahmen im Original (Papier-Kopien sind qualitativ meist nicht ausreichend, digitale Datensätze auf CD-ROM lassen sich durch Systeminkompatibilitäten oft nicht aufrufen)
  • EEG-Befunde (möglichst mit einigen gedruckten Beispielseiten)
  • Befunde über Routine-EKG, Langzeit-EKG oder Langzeit-Blutdruckuntersuchungen
  • Ergebnisse von Blutuntersuchungen einschließlich Bestimmung der Antiepileptikaspiegel im Blutserum (falls erfolgt)
  • Unterlagen über den Ablauf Ihrer Geburt und der vorangegangenen Schwangerschaft (ggf. Ihre Mutter nach dem Mutterpass fragen)
  • Informationen über sonstige Erkrankungen (auch solche, die Sie bisher nicht in direkte Verbindung mit Ihren Anfällen gebracht haben)
  • Informationen über Fieberkrämpfe im Kleinkindalter (wenn möglich, Ihre Mutter fragen)
  • Informationen über Anfallserkrankungen oder sonstige angeborene Gehirnerkrankungen bei leiblichen Familienangehörigen (ggf. ältere Familienmitglieder befragen)
  • Bitte beachten Sie: Sollte der Grund Ihrer ambulanten Vorstellung ein unmittelbar zurückliegender lebensbedrohlicher epileptischer Anfall (Status Epileptikus) oder eine akut festgestellte Schwangerschaft bei bestehender Epilepsie sein, so geben Sie das bitte direkt bei der Terminvereinbarung an! Wir bemühen uns, bei einem solchen Fall einen vorgezogenen Termin für Sie zu erwirken.

* Ggf. kann Ihr Hausarzt Ihnen beim Zusammentragen der Informationen behilflich sein.

Hilfe zur Selbsthilfe 

Sie möchten mehr über Ihre Erkrankung Epilepsie erfahren?
Das MOdulare Schulungsprogramm EpilepSie (MOSES) verbindet Wissensvermittlung mit Erfahrungsaustausch von Betroffenen und deren Angehörigen in Kleingruppen von bis zu zwölf Teilnehmern.
Es ist als Wochenendseminar konzipiert. Die anfallenden Kosten werden in der Regel durch die Krankenkassen erstattet.

Für weitere Informationen finden Sie unseren Flyer untenstehend unter "Weitere Informationen".

Sie können auch gerne direkt mit uns Kontakt aufnehmen:
T (04261) 77-32 60, F (04261) 77-32 62
Moses-Schulung@diako-online.de

Epilepsie, was ist das?

Definition

Unter heutigen Gesichtspunkten reflektiert der Begriff Epilepsie einen Sammelbegriff verschiedener Erkrankungen des Gehirns, dessen gemeinsames Merkmal das wiederholte Auftreten epileptischer Anfälle ist. Statistisch erleidet etwa jeder zwanzigste Mensch mindestens einmal in seinem Leben einen epileptischen Anfall. Unter diesen wird bei etwa jedem fünften aufgrund wiederkehrender Anfälle oder bestimmter diagnostischer Befunde die Diagnose Epilepsie gestellt.
Wie kommt es nun zu epileptischen Anfällen? Unsere Hirnrinde besteht überwiegend aus mikroskopisch kleinen Nervenzellen. Diese stehen über fadenförmige Ausläufer mit benachbarten Nervenzellen in Verbindung. Elektrische Entladungen einzelner Nervenzellen können über diese Verbindungen auf benachbarte oder entfernte Zellen übertragen werden, welche so ein komplexes Netzwerk bilden. Innerhalb dieses Netzwerkes finden sich Nervenzellverbände, die zu Funktionseinheiten zusammengefasst werden. Beispielsweise ermöglicht eine Gruppe von vielen Millionen Nervenzellen im hinteren Teil des Großhirns unsere Sehfunktion während ein etwa senkrecht verlaufender Streifen von Nervenzellen in der hinteren Schläfenregion Muskelbewegungen in den Armen und im Gesicht steuert. Die Funktionalität unserer oft komplexen Handlungen und realitätsnahen Wahrnehmungen erfolgt über ein diffiziles Wechselspiel aus elektrischer Aktivierung und Hemmung der beteiligten Nervenzellen.
Gerät als Folge einer Epilepsie dieses Wechselspiel vorübergehend aus dem Gleichgewicht, so kann es zu einer verminderten elektrischen Hemmung zuvor aktivierter Nervenzellen kommen. Bildlich gesehen kommt es zu einem unkontrollierten Ausbreiten elektrischer Entladungen. Erreicht diese unwillkürliche Aktivierung Hirnregionen mit spezifischer Funktion, so wird diese Funktion meist ohne Kontrollmöglichkeit für den Patienten beeinträchtigt oder übersteigert aktiviert. So verursachen Anfälle in der Sehrinde beispielsweise irreale bildliche Eindrücke („visuelle Anfälle“). Anfälle in für die Bewegung verantwortlichen Gehirnanteilen können bizarre Bewegungsabläufe auslösen, umgangssprachlich oft als „Krämpfe“ bezeichnet. Eine Beteiligung der für die Wachheit verantwortlichen Hirnstrukturen kann zur Bewusstlosigkeit führen. Das Gehirn hat für einen kurzen Moment ein „Eigenleben“ entwickelt, ein epileptischer Anfall hat sich ereignet. 

Unterschiedliche Epilepsien – unterschiedliche Anfälle

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen epileptischen Anfällen aus einzelnen Hirnabschnitten (s.g. „fokale Anfälle“) und solchen Anfällen, die das gesamte Gehirn, also beide Hirnhälften befallen (s.g. „generalisierte- oder bilaterale Anfälle“).

Bei fokalen Epilepsien kommt es häufig zu Anfällen aus Hirnregionen mit ausschließlicher Wahrnehmungsfunktion (früher als „Auren“ bezeichnet) gehen oftmals anderen Anfallsformen voraus und werden von Betroffenen als Vorboten oder Vorgefühle wahrgenommen. Es kommt zum Sehen oder Hören irrealer Inhalte, Sensibilitätsstörungen einzelner Körperregionen, einem seltsam aufsteigenden Gefühl aus der Magengegend oder einer plötzlichen einsetzenden Angst, Freude bzw. dem irrealen Gefühl, die aktuelle Situation schon einmal erlebt zu haben (Déjà vu). Fokale Anfälle aus Hirnregionen mit Bewegungsfunktion können motorische Anfälle hervorrufen. Hierbei kommt es zu einer plötzlich einsetzenden, als „tonisch“ bezeichneten Versteifung von Armen, Beinen oder des Gesichts. Unwillkürliche rhythmische Zuckungen werden als „klonische Anfälle“ bezeichnet. Anfälle aus dem Schläfenhirn und angeschlossenen Strukturen äußern sich durch eine vorübergehende Bewusstlosigkeit und unangebrachte Handlungen wie Nesteln, Schmatzen oder ungezieltes Umhergehen („nicht bewusst erlebte motorischen Anfälle mit Automatismen“). Diesen oben genannten, früher auch als kleine Anfälle bezeichneten Episoden messen Betroffene oft geringere Bedeutung bei als den dramatischer verlaufenden großen Anfällen („Grand-Mal Anfälle“). Hierbei kommt es durch sekundär ausgebreitete elektrische Entladungen nun im gesamten Gehirn zu einem Bewusstseinsverlust und anschließenden generalisierten, also den ganzen Körper einbeziehenden, tonischen und klonischen Anfällen. Sturzbedingte Verletzungen, Zungenbisse oder Einnässen sind eine häufige Folge großer Anfälle.

Generalisierte Epilepsien (nach aktueller Kenntnis genetisch bedingt) verursachen Anfälle, welche von Beginn an das gesamte Gehirn, also beide Hirnhälften betreffen. Diese Epilepsieformen beginnen in der Regel schon im Kindes- oder Jugendalter und sind durch drei häufige Anfallsformen charakterisiert: (1.) „Absencen“: kurze, vom Patienten selbst nicht wahrgenommene geistige Abwesenheit in Verbindung mit typischen EEG-Veränderungen; (2.) „myoklonische Anfälle“: einzelne kurze, brüske Zuckungen beider Arme oder des gesamten Körpers, bei denen Betroffene meist alles fallen lassen und (3.) generalisierte tonisch-klonische Anfälle, wie oben beschrieben, meist jedoch ohne einleitende Vorgefühle oder sonstige fokale Anfälle. Große Anfälle finden sich somit in beiden Epilepsieformen: bei generalisierten Epilepsien als primäre Anfallsform, bei fokalen Epilepsien als sekundäres Ausbreitungsphänomen. 

Epilepsie, angeboren oder Folge einer Gehirnerkrankung?

Ursache
Sehr häufig bewegt Betroffene die Frage nach der Ursache ihrer Epilepsie. Der genaue Mechanismus, über den Nervenzellverbände im Gehirn epileptisch werden, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Allgemein wird angenommen, dass jede Schädigung der Großhirnrinde fokale Epilepsien verursachen kann. Mögliche Schädigungsursachen sind Schlaganfälle, Hirnentzündungen oder -verletzungen, Hirntumoren und Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt, seltener auch kompliziert verlaufende Fieberkrämpfe im Kleinkindalter. Hier sind die epileptischen Anfälle also Folge (Symptom) einer vorangegangenen Hirnerkrankung, was mit dem Ausdruck „strukturelle Epilepsie“ bezeichnet wird. Trotz modernster diagnostischer Möglichkeiten findet sich bei einem nicht unerheblichen Teil der Patienten mit fokalen Anfällen keine klare Ursache. Oft empfinden Betroffene das Fehlen einer Ursache für die epileptischen Anfälle als belastend und führen dies gelegentlich sogar als Argument gegen die Annahme der Epilepsie-Diagnose an. Aus rein medizinischer Sicht wird das Fehlen einer Hirnschädigung bei Epilepsie eher positiv bewertet, da hier zusätzliche Beschwerden über die epileptischen Anfälle hinaus (z. B. Störungen des Denkens, Handelns oder der Bewegungskompetenzen) eher selten sind und die Wahrscheinlichkeit für einen günstigen Epilepsieverlauf höher ist. Bei einigen Epilepsieformen findet sich ein typischer Verlauf bezogen auf das Alter bei Erkrankungsbeginn, die Anfallsformen, typische Provokationsmechanismen und das Ansprechen auf bestimmte Medikamente gegen Epilepsie (Antiepileptika). Bei diesen Epilepsien findet sich regelhaft keine zugrundeliegende Hirnschädigung. Während früher hier der Begriff „idiopathische Epilepsie“ gewählt wurde, wird heute der Begriff „genetischen Epilepsien“ verwendet. Gleichwohl sich bei dieser Gruppe der Epilepsien nicht selten mehrere blutsverwandte Angehörige mit der gleichen oder zumindest ähnlichen Epilepsie finden, besteht hier kein klassischer Vererbungsmechanismus. Bei den allermeisten Epilepsieformen dieser Gruppe lassen sich nämlich keine isolierten „krankhaften“ Genabschnitte nachweisen, die die Epilepsie eindeutig erklären würden und als Faktor für ein erhöhtes Vererbungsrisiko belegen ließen. Dies bedeutet auch, dass der überwiegende Teil der Betroffenen – trotz mancher gegenteiligen Meinung – in der Bevölkerung in den allermeisten Fällen Kinder ohne Epilepsie zu Welt bringen.

Unterschiedliche epileptische Anfälle

Unterschiedliche Epilepsien
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen epileptischen Anfällen aus einzelnen Hirnabschnitten (fokale Anfälle) und solchen Anfällen, die das gesamte Gehirn, also beide Hirnhälften befallen (generalisierte Anfälle).

Fokale Anfälle aus Hirnregionen mit ausschließlicher Wahrnehmungsfunktion nennt man Auren, sie gehen oftmals anderen Anfallsformen voraus und werden von Betroffenen als Vorboten oder Vorgefühle wahrgenommen. Es kommt zum Sehen oder Hören irrealer Inhalte, Sensibilitätsstörungen einzelner Körperregionen, einem seltsam aufsteigenden Gefühl aus der Magengegend oder einer plötzlichen einsetzenden Angst, Freude bzw. dem irrealen Gefühl, die aktuelle Situation schon einmal erlebt zu haben (Déjà vu). Fokale Anfälle aus Hirnregionen mit Bewegungsfunktion können motorische Anfälle hervorrufen. Hierbei kommt es zu einer plötzlich einsetzenden, als tonisch bezeichneten Versteifung von Armen, Beinen oder des Gesichts. Unwillkürliche rhythmische Zuckungen werden als klonische Anfälle bezeichnet. Anfälle aus dem Schläfenhirn und angeschlossenen Strukturen äußern sich durch eine vorübergehende Bewusstlosigkeit und unangebrachte Handlungen wie Nesteln, Schmatzen oder ungezieltes Umhergehen (auto- oder psychomotorische Anfälle). Diesen oben genannten, auch als kleine Anfälle bezeichneten Episoden messen Betroffene oft geringere Bedeutung bei als den dramatischer verlaufenden großen Anfällen (Grand-Mal Anfälle). Hierbei kommt es durch sekundär ausgebreitete elektrische Entladungen nun im gesamten Gehirn zu einem Bewusstseinsverlust und anschließenden generalisierten, also den ganzen Körper einbeziehenden, tonischen und klonischen Anfällen. Sturzbedingte Verletzungen, Zungenbisse oder Einnässen sind eine häufige Folge großer Anfälle.

Manche Epilepsien (nach aktuellem Kenntnisstand als genetisch bedingt vermutet) verursachen Anfälle, welche von Beginn an das gesamte Gehirn, also beide Hirnhälften betreffen. Diese Epilepsieformen beginnen in der Regel schon im Kindes- oder Jugendalter und sind durch drei häufige Anfallsformen charakterisiert: (1.) Absence: kurze, vom Patienten selbst nicht wahrgenommene geistige Abwesenheit in Verbindung mit typischen EEG-Veränderungen; (2.) myoklonische Anfälle: einzelne kurze, brüske Zuckungen beider Arme oder des gesamten Körpers, bei denen Betroffene meist alles fallen lassen und (3.) generalisierte tonisch-klonische Anfälle wie oben beschrieben, jedoch ohne einleitende Auren oder sonstige fokale Anfälle. Große Anfälle finden sich somit in beiden Epilepsieformen: bei generalisierten Epilepsien als primäre Anfallsform, bei fokalen Epilepsien als sekundäres Ausbreitungsphänomen. 

Therapie

Behandlung von Epilepsien 
Die wohl älteste und einfachste Therapie von epileptischen Anfällen ist die Vermeidung anfallsauslösender Faktoren. Hat ein Betroffener z. B. bemerkt, dass ein Schlafdefizit am Vortag epileptische Anfälle provoziert, so kann eine Regulation des Schlafrhythmus zu einer spürbaren Besserung der Anfallsbelastung bei diesem Betroffenen führen. Leider reichen solche Veränderungen in der Lebensführung oft nicht aus, um Anfälle komplett zu verhindern.
Seit der Entdeckung der anfallsreduzierenden oder verhindernden Eigenschaften von Brom in der Mitte des 19. Jahrhunderts kommt mittlerweile eine Reihe von Medikamenten – die sog. Antiepileptika – in der Behandlung epileptischer Anfälle zum Einsatz. Eine komplette Unterdrückung epileptischer Anfälle wird durch den Einsatz von Antiepileptika in über der Hälfte der Betroffenen erreicht und bei den verbleibenden nicht-anfallsfrei gewordenen Patienten wird die Anzahl belastender epileptischer Anfälle zumindest deutlich reduziert.
Leider haben diese Medikamente auch eine Reihe von Nebenwirkungen bis hin zu Unverträglichkeitsreaktionen. Auch aus diesem Grund ist eine vorherige sorgfältige auf den Patienten und das Epilepsiesyndrom ausgerichtete Auswahl der geeigneten Substanz von großer Bedeutung.
Bei einigen Patienten mit bestimmten fokalen Epilepsieformen besteht die Möglichkeit eines epilepsiechirurgischen Eingriffes, welcher im Gegensatz zur medikamentösen Behandlung, durch eine Operation am Gehirn eine tatsächliche Heilung des Patienten von seiner Erkrankung erreichen kann.

Epilepsie und Lebensführung 

Im Grunde können Menschen mit Epilepsie ihr Leben in weiten Teilen so weiterführen, wie sie es vor der Diagnosestellung getan haben. Allerdings sollten Betroffene Situationen meiden, bei denen es im Falle eines Anfalls zu einer Gefährdung von sich und anderen kommen kann. Beispielsweise ist das Ausüben von Extremsportarten (z. B. Tauchen, Fallschirmspringen etc.) mit erheblichen Risiken im Falle eines Anfalls verbunden. Schwimmen sollten Betroffene möglichst nur in Begleitung von Personen, die im Notfall eine Rettung und Bergung im Wasser gewährleisten können. Individuelle Gefährdungsrisiken sollten Betroffene unbedingt mit ihrem Arzt besprechen und ggf. nach Alternativen suchen. Unter Beachtung einiger Vorsichtsmaßnahmen stellen Reisen in der Regel kein größeres Problem dar. Betroffene sollten einen ausreichend großen Vorrat an Medikamenten bei sich führen. Bei Auslandsreisen kann der internationale Epilepsieausweis hilfreich sein.
Ein oft schwerwiegendes Problem für Betroffene sind Einschränkungen in der Verkehrstauglichkeit. Aufgrund des erheblichen Risikos der Selbst- und Fremdgefährdung durch Anfälle im Straßenverkehr hat der Gesetzgeber bei Epilepsie und anderen Anfallserkrankungen hohe Hürden für die Fahrtauglichkeit festgelegt. Die Ausnahmeregelungen von der Fahruntauglichkeit sehen prinzipiell die Freiheit von solchen Anfällen voraus, welche die Steuerungsfähigkeit des Patienten einschränken können. Die Dauer des geforderten anfallsfreien Intervalls richtet sich dabei zum einen nach der Art des zu führenden Fahrzeugs (z.B. PKW oder LKW) zum anderen nach der Art der epileptischen Anfälle und in Teilen nach der Behandlung (z.B. medikamentös oder operativ). Aufgrund der erheblichen sozialen, gesundheitlichen und nicht zuletzt juristischen Konsequenzen sollten Betroffene die Frage ihrer individuellen Verkehrstauglichkeit frühzeitig mit ihrem Arzt besprechen. Bis zur endgültigen Klärung sollten Patienten auf keinen Fall ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehr führen, da im Zweifelsfall jeglicher Versicherungsschutz erlischt und etwaige durch Unfälle verursachte Kosten, unabhängig ob durch einen Anfall bedingt oder nicht, ggf. vom Betroffenen persönlich getragen werden müssen.

Epilepsie, Verhütung und Kinderwunsch

Leider findet sich trotz intensiver Aufklärung auch heute noch die irrige Meinung, dass Frauen mit Epilepsie nicht schwanger werden dürfen. Generell kann dieses Vorurteil nach dem aktuellen Kenntnisstand der Wissenschaft nicht mehr aufrechterhalten werden. Auch unter einer Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft liegt die statistische Wahrscheinlichkeit, ein gesundes Kind zu gebären, über 90%.
Gleichwohl sollten Frauen mit Epilepsie und Kinderwunsch einige Dinge beachten: Bereits vor Beginn der Schwangerschaft und während der ersten drei Schwangerschaftsmonate sollte Folsäure in ausreichend hoher Dosis (1-5 mg pro Tag) eingenommen werden. Während der Schwangerschaft sollte eine Kombination aus mehreren Antiepileptika vermieden werden. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass einige Antiepileptika das Risiko für Fehlbildungen beim Neugeborenen erheblich vergrößern, sodass bereits vor Beginn der Schwangerschaft eine Umstellung der Medikamente notwendig werden kann.
Allgemein wird empfohlen, bei aktuellem Kinderwunsch, spätestens aber unmittelbar nach Feststellung einer Schwangerschaft den behandelnden Arzt aufzusuchen. In den letzten Jahren ist der wissenschaftliche Informationsstand über die Unbedenklichkeit oder mögliche schädigende Nebenwirkungen vieler „neuerer“ Antiepileptika angewachsen. Dies liegt unter anderem an der Arbeit des „Europäischen Registers für Schwangerschaft unter Antiepileptika“ (EURAP).
Über dieses Projekt werden Frauen mit Epilepsie während und nach ihrer Schwangerschaft engmaschig betreut und Daten über Verlauf und Therapie ohne Namensnennung zur späteren wissenschaftlichen Auswertung gesammelt. Auf Wunsch bieten wir im Rahmen unserer Ambulanzbetreuung eine Teilnahme am EURAP-Projekt an.

Eine kleine Geschichte der Epilepsie

In Rotenburg hat die Behandlung von Menschen mit Epilepsie eine lange Tradition. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts widmeten sich aus Hamburg stammende Diakonissen auf dem damaligen „Flecken Rotenburg“ intensiv der Betreuung von Epilepsiekranken.
Die heilige Krankheit: Epilepsieerkrankungen sind wohl so alt wie die Menschheit selbst. Bereits in der Antike finden sich Beschreibungen von Episoden, die heute als epileptische Anfälle bezeichnet würden. In seiner aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. stammenden Schrift „Über die heilige Krankheit“ unterstreicht der griechische Arzt Hippokrates für die damalige Zeit weitblickend die organische – also körperlich begründbare – Ursache epileptischer Anfälle und widerspricht damit der seinerzeit vorherrschenden Meinung einer übernatürlichen Ursache. Das Mittelalter lieferte ein eher dämonisch verklärtes Epilepsiebild. Bedeutendster Schutzpatron der Anfallskranken war der heilige Valentin.
Mit der Aufklärung wechselte der bisher von Übernatürlichkeit geprägte Krankheitsbegriff hin zu einer wissenschaftlich begründeten Medizin. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte der erste bioelektrische Nachweis, dass das Gehirn Ausgangsort epileptischer Anfälle ist. Durch genaue Patientenbeobachtung gelang es schließlich John Hughlings Jackson (1835-1911), das Erscheinungsbild einzelner Anfallsformen auf Schädigungen bestimmter Gehirnabschnitte zu beziehen, und legte damit schon frühzeitig den Grundstein für die moderne operative Epilepsiebehandlung.
Ein weiterer Meilenstein der Epilepsiediagnostik war 1924 die Entdeckung des EEG (Elektroenzephalogramm) durch Hans Berger in Jena. Über diese Technik war es nun erstmalig möglich, ein Abbild epileptischer Aktivität des Gehirns am lebenden Menschen sichtbar zu machen. Mit Beginn dieser epileptologischen Neuzeit und der Entdeckung der anfallsunterdrückenden Eigenschaft des Broms kamen nun auch die ersten Medikamente zur Behandlung epileptischer Anfälle, die s.g. Antiepileptika zum Einsatz, welche bis heute den überwiegenden Behandlungsansatz bei Epilepsie darstellen.
 

Unsere Kooperationspartner:

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Fachabteilungen am AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Spezialabteilungen anderer Kliniken, Epilepsiezentren, Forschungsabteilungen und sozialen Beratungsstellen.

 

Epilepsie-Beratung Niedersachsen

www.epilepsie-beratung.de

Stiftung Michael

www.stiftung-michael.de

Deutsche Gesellschaft für Epileptologie

http://www.dgfe.org/home/

Universität Bremen - Cognitive Systems Lab

https://www.uni-bremen.de/csl/

Gesellschaft für Epilepsieforschung e.V.

www.epilepsieforschung.de

Deutsche Gesellschaft für Neurologie

www.dgn.org

Deutsche Gesellschaft für klinische Neurophysiologie

www.dgkn.de

American Clinical Neurophysiology Society

https://www.acns.org/

International League Against Epilepsy

www.ilae-epilepsy.org

Deutsche Epilepsievereinigung

www.epilepsie.sh

Weitere Informationen

Zertifikate aus diesem Fachbereich

Zertifiziertes Epilepsiezentrum

Zertifikat (PDF)

Zertifikat Tuberöse Sklerose-Zentrum Nordwest

Zertifikat (PDF)

Das Team

Dr. med. Frank Bösebeck
Oberarzt, Abteilungsleiter Epileptologie und MZEB, Facharzt für Neurologie

Dr. med. Dr. phil. Rainer Strege
Oberarzt, Stellv. Abteilungsleiter Epileptologie, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Neurochirurgie

Dr. med. Heinrich Hahn
Abteilungsleiter SPZ, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neuropädiatrie

Dr. med. Kirsten Mennicke
Stellv. Abteilungsleiterin SPZ, Oberärztin, Fachärztin für Pädiatrie, Neuropädiatrie, Psychotherapie, Humangenetik