Adipositas-Zentrum: Umfassende Hilfe bei krankhaftem Übergewicht

Das zertifizierte Adipositas-Zentrum bietet denjenigen umfassende professionelle Hilfe an, die ihr Übergewicht bekämpfen und damit ihre Lebensqualität erhöhen wollen. Adipositas ist der medizinische Fachbegriff für krankhaftes Übergewicht, das für eine Reihe von erheblichen Erkrankungen verantwortlich ist.

Im Adipositas-Zentrum Rotenburg wird eine umfangreiche Betreuung und Abklärung durch ein interdisziplinäres Team angeboten, die teils in Zusammenarbeit mit kompetenten ambulanten Einrichtungen erfolgt. Das interdisziplinäre Team begleitet übergewichtige Menschen auf ihrem Weg von der Gewichtsreduktion über die Eingriffe bis hin zur Betreuung durch unsere plastischen Chirurg:innen.

Anhand eines strengen Kriterienkatalogs hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) die Arbeit am Rotenburger Adipositas-Zentrum bewertet und ihm daraufhin erstmalig im Jahr 2024 das Gütesiegel verliehen.

Kontakt
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG
Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)

(04261) 77-35 82

adipositas@diako-online.de

Ihre Ansprechpersonen
Dr. med. Daniel Matz

Dr. med. Daniel Matz

Leiter Adipositaschirurgie, Ltd. Oberarzt, Facharzt für Allgemein-, Viszeralchirurgie, Ernährungsmedizin

 Sonja Menke

Sonja Menke

Fachkoordinatorin für Adipositas und Metabolische Erkrankungen

 
Welche Ursachen gibt es für Fettleibigkeit?

Welche Ursachen gibt es für Fettleibigkeit?

Es gibt vielfältige Ursachen der Fettleibigkeit: Ein Grund für starkes Übergewicht (Adipositas) können mangelhafte Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sein. Nach aktuellem Wissensstand sind die Ursachen aber wesentlich komplexer und in verschiedenen Stoffwechsel-Prozessen zu suchen. Auch genetische Bedingungen haben einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf des Krankheitsbildes Adipositas.

 
Ist die Adipositas für Betroffene bedrohlich?

Ist die Adipositas für Betroffene bedrohlich?

Ab einem Body Mass Index (BMI) von 30 kg/m² und mehr ist die Adipositas gemäß Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits als chronische Erkrankung anzusehen. In Deutschland ist sie erst im Juli 2020 vom deutschen Bundestag als Erkrankung anerkannt worden. Die Anzahl der hiervon Betroffenen wächst international kontinuierlich an. Die exzessive Fettablagerung führt zu typischen medizinischen, psychischen, körperlichen, sozialen und auch ökonomischen Begleiterscheinungen. Sie ist gesundheitsschädigend und zieht Krankheiten wie Arthrose, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus nach sich. Die Kombination aus Adipositas, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörung wird auch Stoffwechsel- oder Metabolisches Syndrom genannt und stellt eine besondere Bedrohung für die Gesundheit der Betroffenen dar, da sie beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle mit sich bringt. Auch konnte in wissenschaftlichen Untersuchungen gezeigt werden, dass an Adipositas Erkrankte ein höheres Risiko haben, an bestimmten Tumoren zu erkranken.

 
Welche Therapiemöglichkeiten der Adipositas und des Metabolischen Syndroms gibt es?

Welche Therapiemöglichkeiten der Adipositas und des Metabolischen Syndroms gibt es?

Da die Adipositas ein multifaktorielles Krankheitsbild darstellt, ist ihre Behandlung ebenso komplex wie anspruchsvoll. Im Adipositaszentrum Rotenburg wird Ihnen eine umfangreiche Betreuung und Abklärung durch ein interdisziplinäres Team angeboten, die teilweise in Zusammenarbeit mit kompetenten ambulanten Einrichtungen erfolgt:

  • Ernährungsberatung
  • Bewegungsprogramm
  • Psychiatrische Begutachtung
  • Psychologische Betreuung/Verhaltenstherapie
  • Internistische Diagnostik
  • Adipositas-chirurgische Eingriffe
  • BIA-Messung 

Bei krankhaft Adipösen mit einem BMI über 40 kg/m² ist durch konservative (ohne Operation) Behandlungsmaßnahmen kurzfristig eine Gewichtsreduzierung zu erreichen beziehungsweise eine weitere Zunahme zu verhindern. Wurden bereits mehrere Therapieversuche unternommen, die zum Jo-Jo-Effekt geführt haben, sind die Erfolgschancen weiterer konservativer Therapiemaßnahmen gering.
Entsprechend der S3-Leitlinie Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen wird bei Vorliegen eines BMI über 40 kg/m² bzw. ab einem BMI von 35 kg/m² mit bereits vorhandenen Folgeerkrankungen (Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheit) und erschöpfter konservativer Therapie als Ergänzung zur konservativen Therapie ein adipositas-chirurgischer Eingriff als sogenannte „ultimo ratio“ (letztmöglicher Weg) empfohlen. In den S3-Leitlinien ist für Patientinnen und Patienten mit einer sogenannten Super-Adipositas (BMI>50 kg/m²) diese vorherige konservative Therapie keine Voraussetzung mehr für einen operativen Eingriff.

 
Welche Adipositas- und Stoffwechsel-Operationen gibt es?

Welche Adipositas- und Stoffwechsel-Operationen gibt es?

Die in Deutschland und auch international am häufigsten durchgeführten Eingriffe zur Gewichtsreduktion sind:

  • Magenbypass-Operationen:
    • Roux-Y-Magenbypass und
    • Omega-Magenbypass (auch Mini-Bypass)
  • Schlauchmagen-Operation (auch Magenverkleinerung / Sleeve Gastrektomie)

Ferner werden im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG bei Bedarf auch sogenannte Revisions- oder Umwandlungsoperationen durchgeführt, zum Beispiel bei Wiederanstieg des Gewichts oder Reflux.

Welches Verfahren bei Ihnen angewendet werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab, wie:

  • Persönliche Vorstellung
  • Höhe des Übergewichtes
  • Nebenerkrankungen
  • Ernährungsgewohnheiten
  • Alter

Alle individuellen Faktoren erläutern wir in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen und erarbeiten eine angepasste Behandlungsstrategie.

 
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Antragstellung zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse
Die Behandlung von Übergewicht (Adipositas) ist keine Pflichtleistung der gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Deutschland. Sie kann als Sonderleistung finanziert werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Diese richten sich in der Regel nach den aktuell gültigen Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. Die Kostenübernahme für einen Eingriff muss persönlich bei der zuständigen Krankenkasse beantragt werden. Hierbei stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Patienten mit einem BMI von 50kg/m² und mehr - Operation ohne Antrag

Bei Patienten, die einen BMI von 50kg/m² und mehr aufweisen, sieht die aktuell gültige S3-Leitlinie Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen die sogenannte Primärindikation vor. Dies bedeutet, dass die Adipositas- oder Stoffwechseloperation angezeigt ist, ohne dass vorher ein konservativer Therapieversuch mit MMK (multimodales Therapiekonzept) erfolgt ist. Die Operation erfolgt dann, nach mindestens dreimonatiger Vorbereitungsphase (mit Ernährungstherapie, Bewegungstherapie, endokrinologischer Abklärung, psychiatrischer Abklärung) OHNE vorherige Antragstellung. Ob dieses Vorgehen angezeigt ist, entscheidet das multidisziplinäre Behandlungsteam.

Ziel der dreimonatigen Vorbereitungsphase ist eine optimale Vorbereitung auf den Eingriff.

Adipositas-Sprechstunde

T (04261) 77-35 82

Erreichbar Dienstag und Freitag von 08.30 bis 12.00 Uhr

Donnerstag: 09.00 bis 13.30 Uhr
(Matthias Kirsch)

Freitag: 09.00 bis 13.30 Uhr
(Dr. Daniel Matz)

Nachsorge
Die regelmäßige Nachsorge findet im Rahmen unserer Sprechstunde statt. Termine können per E-Mail an adipositas@diako-online.de oder  telefonisch unter T (04261) 77-35 82 vereinbart werden. 

Informationsveranstaltungen über Adipositas und metabolische Erkrankungen

Angesprochen sind ausschließlich Patientinnen und Patienten, die einen BMI von mehr als 35 kg/m² haben. Die etwa 90-minütigen, monatlich angebotenen Online-Informationsveranstaltungen klären die Betroffenen über das Krankheitsbild der Adipositas auf und informieren über die weiteren notwendigen Behandlungsschritte und auch verschiedene Operationsmethoden.

Aktuelle Termine finden Sie unter Veranstaltungen

Weitere Informationen und Details zu den Teilnahmebedingungen sowie zur Anmeldung gibt es direkt beim Adipositaszentrum unter T (04261) 77-35 82 (dienstags, donnerstags und freitags zwischen 8.30 und 10.00 Uhr) und adipositas@diako-online.de.

Angebote und Kooperationen

Dr. J. Parry, kostenpflichtige psychiatrische Begutachtungen
Do 14:00-16:15 Uhr im Agaplesion Diakonkieklinikum Rotenburg.
4. Etage im Haupthaus A .links (St 70 ) Büro Adipositaszentrum.
Termine unter T (04261) 77-35 82 oder adipositas@diako-online.de 

Selbsthilfegruppe Adipositas Rotenburg
Jeden dritten Dienstag im Monat von 19.00 bis 20.30 Uhr
Treffpunkt: Casino, Mitarbeitercafeteria im 5. Obergeschoss, Elise-Averdieck-Str. 17 in Rotenburg
Aktuelle Termine unter Veranstaltungen

AGAPLESION REHAZENTRUM ROTENBURG
Elise-Averdieck-Str.17, 27356 Rotenburg
www.diako-reha.de

Ernährungsberater:innen in Ihrer Nähe: VDOE-Expertensuche

Diätassistent:innen in Ihrer Nähe: VDD-Diätassistenten-Suche

Diabeteszentrum des Diakonieklinikums
Mutterhausgelände
T (04261) 77-25 82, F (04261) 77-25 79
diabetesambulanz@diako-online.de

Komfortstation

Zertifikate aus diesem Fachbereich

Das Team

Prof. Dr. med. Oleg Heizmann
Chefarzt, Sprecher des Viszeralonkologischen Zentrums

Daniela Schwekendiek
Chefarztsekretariat

Dr. med. Daniel Matz
Leitender Oberarzt, Leiter Adipositaschirurgie, Magenoperateur, Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Ernährungsmedizin

Matthias Kirsch
Oberarzt, Facharzt für Viszeralchirurgie

Dr. med. Jamal El Chafchak
Oberarzt, Adipositaschirurgie, Pankreas- und Leberchirurgie, Facharzt für Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie, Ernährungsmedizin

Dr.  med. Johanna Parry
 

Sonja Menke
Fachkoordinatorin für Adipositas und metabolische Erkrankungen, Gesundheits- und Krankenpflegerin

Anne Gilgenberg
Fachkoordinatorin für Adipositas und metabolische Erkrankungen

Dr. med. Annekatrin Schwanstecher
Oberärztin, Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologie, Ernährungsmedizin

Bianca Klocke
 

Leonie Homann
Qualitätsmanagementbeauftragte