Klinik für Kardiologie –
Unser umfangreiches Leistungsspektrum für Sie im Überblick

Die prä- und postinterventionelle stationäre Versorgung unserer Patient:innen nach Eingriffen erfolgt auf unseren Stationen 5 und 28 mit insgesamt 15 Telemetrie-Betten.

Kontakt
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG
Klinik für Kardiologie

Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)

(04261) 77-23 30

(04261) 77-21 47

fromberg@diako-online.de, jennifer.schindowski@diako-online.de

Ihre Ansprechpersonen
 Priv.-Doz. Dr. med. Korff Krause

Priv.-Doz. Dr. med. Korff Krause (CV)

Chefarzt

 Jennifer Schindowski

Jennifer Schindowski

Chefarztsekretariat

Chest-Pain-Unit (CPU), DKG-zertifiziert

Chest-Pain-Unit (CPU), DKG-zertifiziert

Die Chest-Pain-Unit (CPU) des Diakonieklinikums ist eine zertifizierte Notfall-Einheit der Klinik für Kardiologie und integrierter Bestandteil des Zentrums für Intensivmedizin.

Die gesamte Diagnostik und nicht-invasive Therapie aller kardiologischen Notfälle wird von dieser Notfall-Einheit eingeleitet. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr steht ein Team aus Kardiolog:innen, Intensivmediziner:innen und Internist:innen sowie geschulten Pflegekräften bereit. Die Behandlung umfasst insbesondere den akuten Herzinfarkt sowie sämtliche Differentialdiagnosen.

In Zusammenarbeit mit der zentralen Notaufnahme wird die Versorgung fachübergreifend gewährleistet. Direkt neben der CPU stehen zwei Herzkatheterlabore zur Verfügung, die ebenfalls mit einer 24/7-Herzkatheter-Rufbereitschaft betrieben werden.

Auch nicht-invasive Diagnostik wird angeboten: Herz-MRT, Computertomographie und Herzechokardiographie mit Belastungs-Echokardiographie

Die periphere Station 5 bietet darüber hinaus 17 Telemetrie-Überwachungseinheiten an.

Interventionelle Kardiologie
Interventionelle Kardiologie

Die invasive Kardiologie hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung erfahren. Dem wird natürlich auch im Diakonieklinikum Rechnung getragen: Seit 2019 wurden zahlreiche neue Verfahren in der Klinik für Kardiologie etabliert:

  • MitraClip-Verfahren (TEER, transkutane edge-to-edge repair der Mitralklappe)
  • TAVI (transcutanous aortic valve implantation) wird von uns in Kooperation in einem auswärtigen Klinikum durchgeführt
  • PFO (persistierendes Foramen ovale)-Okkluder-Implantationen
  • LAA (left atrial appendage)-Okkluder-Implantationen
  • Kabellose Einkammer-Herzschrittmacher (perkutane Implantation)
  • Subkutane ICD (sICD)-Implantationen
  • Kryoballon-Ablationen (Pulmonalvenenisolationen)
  • Rotablationen der Koronargefäße
  • Messung der fraktionellen Flussreserve der Koronargefäße
  • Implantation der axialen myokardialen Flowpumpe (Impella®) bei kardiogenem Schock oder protektiver PCI

Zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) stehen im Diakonieklinikum zwei Herzkaheterlabore zur Verfügung. Die Eingriffe werden in der Regel (über 95%) über die rechte oder linke Arteria radialis vorgenommen. Dies betrifft auch komplexe Koronarläsionen, Rotablationen und Myokardbiopsien.

Zusätzlich zur Koronarangiographie kommen invasive Messmethoden zum Einsatz:

  • die Messung der fraktionellen Flussreserve (FFR, iFR) zur hämodynamischen Evaluation von Stenosen und
  • der intravaskuläre Ultraschall (IVUS)

Es werden auch komplexen Koronarstenosen, Bifurkationsläsionen, koronare Mehrgefäßerkrankungen, Hauptstammläsionen sowie chronische Koronarverschlüssen (CTO) und hochgradig verkalkte Engstellen behandelt. Dafür kommt regelhaft die Rotablationsbehandlung zum Einsatz. Bei Patient:innen mit kardiogenem Schock oder schwersten kritischen Koronargefäßengstellen – und Verschlüssen kann eine Herzuntertützungspumpe (axiale Flowpumpe, Impella®) eingesetzt werden.

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Aortenklappenstenose
Aortenklappenstenose

Sollte das Risiko einer offenen Aortenklappenersatz-OP erhöht sein (EURO Score > 4% oder über 76 Jahre alt, Niereninsuffizienz, pulmonale Hypertonie, neurologische Erkrankungen, Gebrechlichkeit, Tumorerkrankunegn oder Voroperationen am Herzen) ist eine Behandlung über eine kathetergestützte Aortenklappenimplantation (TAVI) am schlagenden Herzen (ohne Herz-Lungen-Maschine) möglich und sinnvoll. Dieser Eingriff wird in aller Regel über die Leistenarterie in lokaler Betäubung vorgenommen und ist daher schonend. Unser Team führt diese Eingriffe in der Asklepios Klinik Harburg zusammen mit der Abteilung Herzchirurgie durch. Die Entscheidung über die Verfahrensweise des Aortenklappenersatzes stellen wir gemeinsam mit Ihnen als überweisende:n Ärzt:in sowie in einer gemeinsamen interdisziplinären Konferenz (Heart-Team aus Kardiolog:innen, Herzchirurg:innen und Anästhesie).

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Mitralklappeninsuffizienz
Mitralklappeninsuffizienz

Die operative Behandlung der symptomatischen Mitralklappeninsuffizienz ist die herzchirurgische Mitralklappen-Rekonstruktion oder gar -Ersatz.

Bei älteren Patienten:innen oder Patienten:innen mit hohem operativen Risiko (EURO Score > 4% oder über 76 Jahre alt, Niereninsuffizienz, pulmonale Hypertonie, neurologische Erkrankungen, Gebrechlichkeit, Tumorerkrankunegn oder Voroperationen am Herzen) kann das so genannte MitraClip™-Verfahren angewendet werden, bei dem durch das Zusammenführen beider Mitralklappensegel mithilfe eines „Clips“ die Undichtigkeit behandelt wird. Dieser Eingriff wird über die Leistenvene und mit 3D-echokardiographischer Technik durchgeführt und wird hier im Haus routinemäßig seit 2020 angeboten.

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Vorhofohr-Verschluss (LAA-Okkluder)
Vorhofohr-Verschluss (LAA-Okkluder)

Bei Patient:innen, die eine orale Antikoagulation wegen Vorhofflimmern erhalten, kann es zu Blutungen jeglicher Art kommen. Bei schweren Blutungen (lt. Artneimittelkommission ca. 10% mit letalem Verlauf) oder anderen Unverträglichkeiten bietet unsere Klinik für Kardiologie den Vorhofohr-Verschluss an (LAA-Okkluder). Dabei wird über die Leistenvene ein Okkluder („Schirmchen“) in das linke Vorhofohr eingesetzt. Dannach kann die orale Antikoagulation umgehend abgesetzt werden.

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Foramen ovale Verschluss (PFO Okkluder)
Foramen ovale Verschluss (PFO Okkluder)

Bei Patient:innen, die einen kryptogenen Schlaganfall erlitten haben und bei denen in der Herzultraschall-Untersuchung ein offenes Foramen ovale nachgewiesen wurde, wird nach derzeitigem Wissen (RESPECT, REDUCE – Studien) empfohlen, diese mit einem Okkluder („Schirmchen“) zu verschließen. Der Eingriff findet über die Leistenvene statt.

Herzschrittmacher und interne Defibrillatoren (Device-Therapie)
Herzschrittmacher und interne Defibrillatoren (Device-Therapie)

Alle gängigen Devices werden in der Klinik für Kardiologie implantiert: Herzschrittmacher, implantierbaren Defibrillatoren, CRT-D oder CRT-P (cardiac resynchronization therapy mit oder ohne Defibrillator), Ereignisrekordern und anderen kardialen Stimulationssystemen.

Seit 2020 werden hier im Diakonieklinikum auch kabellose Herzschrittmacher in das Herz eingebracht („Schrittmacher-Kapsel“, Micra®). Diese werden perkutan über die Vena femoralis hochseptal in das Trabekelsystem des rechten Ventrikels fest einghakt. Die Indikation besteht bei Patienten:innen mit Infektionen, Gefäßzugangsprobleme, berufliche Gründe (Maler, Pressluftgerätenutzer z.B.), Compliance-Probleme.

Bei Patient:innen, die an Herzschwäche leiden und ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod haben, wird ein interner Defibrillator (ICD) implantiert. Seit 2021 werden auch subkutane ICDs (sICD) implantiert. Indikation hierfür sind: junges Alter, Sondeninfektionen, Gefäßzugangsprobleme.

Bei Patient:innen mit einer fortgeschrittene Herzschwäche und Linksschenkelblock kann die Implantation eines Dreikammer-Schrittmachersystems (kardiale Resynchronisationstherapie, CRT) erfolgen. Diese CRT sorgt für eine gleichmäßige Erregung beider Herzkammer und kann zu einer Verringerung der Symptome der Herzschwäche, einer Optimierung der Pumpleistung und einer Verbesserung der Prognose beitragen.

Darüber hinaus bieten wir in unserer Ambulanz ein Nachsorgeprogramm sämtlicher Geräte an.

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Elektrophysiologie
Elektrophysiologie

Vorhofflimmern und Vorhofflattern sowie andere Herzrhythmusstörungen werden mit Hochfrequenzstrom-Ablationen in Kombination mit hochauflösenden dreidimensionalen Mappingsystemen (NavX®), die eine präzise Navigation der Katheter erlauben, durchgeführt mit wenig Strahlenbelastung.

Seit 2019 kommt in der Regel bei Pulmonalvenenisolation das Kryo-Ballonverfahren zur Anwendung als Erst-Ablation.

Alle Eingriffe werden in tiefer Sedierung der Patient:innen durchgeführt, sodass die Ablation für die Patient:innen schonend und schmerzfrei abläuft.

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Weitere Diagnose- und Therapiemöglcihkeiten
Weitere Diagnose- und Therapiemöglcihkeiten
  • Elektrische Kardioversionen
  • Transthorakale Herzechokardiogaphie, transösophageale Echokardiographie, 3-D Echokardiographie, Stress-Echokardiographie, Gewebe-Doppler-TVI-Verfahren
  • Kardiale Bildgebung durch Kardio-MRT und Kardio-CT (Untersuchungen in Kooperation mit der Radiologie) und Ischämienachweis nicht-invasiv durch Myokard-Scintigraphie (in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizin)
  • Herzinsuffizienzbehandlung durch Peritonealdialyse (in Zusammenarbeit mit der Nephrologie)
  • EKG, Langzeit-EKG, Ergometrie

Hotline für Zuweisungen
T (0162) 421 09 81

für Behandlung von eiligen Zuweisungen und Vorhofflimmern

Mo. bis  Fr. 8.00 bis 16.00 Uhr
 

Aufklärungssprechstunde
T (04261) 77 - 61 44, F (04261) 77 - 61 84

  • Herzkatheter-Koronarangiographien und Interventionen
  • PFO Verschluss
  • LAA Verschluss
  • Herzklappeneingriffe (TAVI und Mitralklappeneingriffe)
  • Ablationen
  • Herzschrittmacher/CRT/ICD-Implantationen

Mo. bis Do. 8.00 bis 16.00 Uhr,
Fr. 8.00 bis 14.00 Uhr
 

Chefarztsekretariat und Terminvereinbarungen
T (04261) 77 - 23 30 oder - 23 31, F (04261) 77 - 21 47

Mo. bis Do. 8.00 bis 16.00 Uhr, Fr. 8.00 bis 13.00 Uhr

Weiterbildung für Ärzt:innen