17. September 2026
HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) greift das menschliche Immunsystem an. Dank moderner Therapiemöglichkeiten ist die Infektion heute jedoch sehr gut behandelbar. Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung haben Betroffene in der Regel eine nahezu normale Lebenserwartung. Zudem kann die Viruslast durch Medikamente so weit reduziert werden, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.
„HIV ist heute längst keine Erkrankung mehr, die automatisch mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Mit den verfügbaren Therapien können die meisten Betroffenen ein weitgehend normales Leben führen. Dennoch erleben viele Menschen noch immer Vorurteile und Berührungsängste. Umso wichtiger ist eine wohnortnahe, qualifizierte medizinische Betreuung und Aufklärung, denn die Erkrankung ist allgegenwärtig“, sagt Dr. Hohmann, Leiter der neuen HIV-Ambulanz am Diakonieklinikum. Er ist Oberarzt im Institut für Anästhesie und Intensivmedizin, Facharzt für Innere Medizin und einer der wenigen deutschlandweiten Fachärzte für Infektiologie und hat dafür auch die Weiterbildungsermächtigung bekommen. Zusammen mit Dr. med. Max Fröhlich leitet er die Intensivstation des Diakonieklinikums.
Das neue Angebot richtet sich an Patienten, bei denen erstmalig oder bereits eine HIV-Infektion diagnostiziert wurde. Die Ambulanz gewährleistet die fachärztliche Weiterbetreuung. Die Verordnung der Medikamente ist an hohe Auflagen geknüpft und bedarf daher spezieller Fachärzte. Dadurch müssen Patienten häufig weite Wege auf sich nehmen. „Mit der Einrichtung der HIV-Ambulanz schließen wir eine wichtige Versorgungslücke in unserer Region. Unser Ziel ist es, Betroffenen eine kontinuierliche medizinische Begleitung anzubieten und ihnen diese langen Wege zu ersparen“, erklärt Prof. Dr. Osthaus. „Gerade bei chronischen Erkrankungen wie HIV ist die kontinuierliche ambulante Betreuung ein entscheidender Faktor für den Behandlungserfolg.“
Zudem hat Dr. Hohmann auch die Zulassung für die Präexpositionsprophylaxe: Risikogruppen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, können eine schützende Medikation verordnet bekommen.
Das Diakonieklinikum stärkt mit dem neuen Angebot zugleich seine infektiologische Kompetenz und erweitert das medizinische Versorgungsspektrum für eine Patientengruppe, die auf eine spezialisierte Betreuung angewiesen ist.
Für die Vorstellung in der HIV-Ambulanz benötigen Betroffene eine Überweisung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt. Termine in der HIV-Ambulanz können telefonisch vereinbart werden unter T (04261) 77 – 52 93 oder per E-Mail an HIV-Ambulanz.DKRthis is not part of the email@ NOSPAMagaplesion.de.
Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH ist das größte konfessionelle Krankenhaus in Niedersachsen und akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Als Maximalversorger mit rund 215.000 Patientenkontakten im Jahr bietet es nahezu das gesamte Spektrum moderner Krankenhausmedizin. Die fortschrittliche Hochleistungsmedizin und die professionelle Pflege mit ihren christlichen Wurzeln zeichnen das Haus aus. Das Diakonieklinikum ist zertifiziertes „Überregionales Traumazentrum“ zur Behandlung von Schwerverletzten, zertifiziertes Endoprothetik- und Gefäßzentrum sowie Epilepsiezentrum und Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Onkologie. Das Brustkrebszentrum sowie das Viszeralonkologische Zentrum mit der Ausrichtung Darmkrebszentrum und Magenkrebszentrum sind von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Die Chest Pain Unit ist von der deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierter Bestandteil der Klinik für Kardiologie. Zum Diakonieklinikum gehören ein Reha-Zentrum und verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Insgesamt arbeiten hier rund 2.500 Menschen. Das Rotenburger Krankenhaus bildet in unterschiedlichen Berufsbildern aus, z.B. Pflegefachkräfte in der vom Haus mitgetragenen „Berufsbildende Schulen der Diakonie Rotenburg gGmbH“. Eine Vielzahl sozialer Projekte charakterisieren das Diakonieklinikum ebenfalls: Klinikclowns, die Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten und der Sozialfonds.
Seit 2012 hält die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft mit 60 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile; der Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg e.V. hält 40 Prozent.
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Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheits-einrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.
Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 20 Krankenhausstandorte mit 6.015 Betten, 43 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 3.673 Pflegeplätzen, sieben Hospize, 32 Medizinische Versorgungszentren, sieben Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie sowie 14 Pflegeschulen.
AGAPLESION bietet vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten in medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen. Zudem bietet AGAPLESION als praktischer Träger überall Ausbildungen als Pflegefachperson und an einigen Standorten auch das Duale Pflegestudium an.
23.270 Mitarbeiter:innen sorgen für ganzheitliche Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden rund eine Million Patientinnen und Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen 2,1 Milliarden Euro.
Die alleinigen Aktionäre der AGAPLESION gAG sind verschiedene traditionsreiche Diakoniewerke und Kirchen. Auch durch diese Aktionäre ist die AGAPLESION gAG fest in der Diakonie verwurzelt und setzt das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten, Bewohner:innen sowie Mitarbeiter:innen als Maßstab für ihr Handeln.
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