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Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)


Die häufigste Erkrankung in der Gefäßchirurgie ist die arterielle Verschlusskrankheit: Durch Cholesterin- und Blutplättchenanlagerungen kommt es zur Verkalkung der Gefäßwand und somit zu Verengungen (Stenosen) und Verschlüssen. Hiermit zwangsläufig verbunden ist eine Minderdurchblutung des nachgeschalteten zu versorgenden Gewebes.

Die pAVK ist eine Volkskrankheit mit zunehmender Tendenz. Studien zeigen, dass zwei bis drei Prozent der Männer und ein bis zwei Prozent aller Frauen eine symptomatische arterielle Verschlusskrankheit aufweisen. Die pAVK der Beingefäße wird anhand der Symptomatik nach Fontaine eingeteilt. 

Folgende Arterien sind vorzugsweise von einer pAVK betroffen: 

  • Halsschlagader (A. carotis)
  • Hauptschlagader (Aorta)
  • Beckenarterien (A. iliaca)
  • Oberschenkelarterie
  • Unterschenkelarterie

Zu den größten Risikofaktoren zählt der Nikotinkonsum. Zigarettenrauch ist eine sehr schädliche Substanz, die neben weiteren bösartigen Erkrankungen auch zu schweren Gefäßveränderungen führen kann. Weitere Risikofaktoren sind der Bluthochdruck (Hypertonie), die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), zu hohe Blutfette und Nierenerkrankungen mit Dialysepflicht.

Am häufigsten betroffen sind die Arterien der Beine. Die klassische Symptomatik ist die sogenannte Schaufensterkrankheit. Hierbei kommt es nach einer bestimmten Gehstrecke zu Schmerzen in der Wade oder seltener auch in den Oberschenkeln. Bedingt ist dies durch Verengungen der Becken- und/oder Oberschenkelarterien. In fortgeschrittenen Stadien der pAVK kommt es zu Ruheschmerzen und zu Gewebsuntergängen, die sich in abgestorbenen Zehen oder Geschwüren äußern, dem im Volksmund genannten Raucherbein. Dieser Zustand stellt eine Gefahr für die Extremität dar.

Wie kann die Gefäßchirurgie helfen?

Verschlossene Gefäße können entweder wieder eröffnet werden (Desobliteration) oder die verschlossene Gefäßstrecke kann mit einem Bypass überbrückt werden.

Die moderne Medizin stellt jedoch nicht nur operative Verfahren bereit, die interventionelle Therapie kann Verengungen und auch kürzere Verschlüsse mit Ballons aufdehnen und ggf. zusätzlich eine Gefäßstütze (Stent) einsetzen, damit das Gefäß nicht schnell wieder eng wird.

Die Gefäßchirurgie arbeitet eng mit der radiologischen Therapie des Diakonieklinikums zusammen- So können wir individuell für jeden Patienten die beste Therapie festlegen. Im Gefäßzentrum am Diakonieklinikum werden alle Bypassverfahren angeboten. Wir führen auch komplexe Bypassverfahren an den lebenswichtigen Versorgungsarterien der Bauchorgane (Viszeralarterien) durch.

Wichtig für die Therapie ist eine vorausgehende exakte Diagnostik. Neben einer exakten Anamnese gehören zu den wichtigsten Verfahren die Duplexsonographie, die Angiographie, die Angio-Computertomographie und die Angio-Magnetresonanztomographie.

Alle Verfahren werden durch die Gefäßchirurgie und die Radiologie im Diakonieklinikum angeboten.

Kontakt

AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH
Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie

Chefarztsekretariat
Melanie Leskien

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27356 Rotenburg (Wümme)
T (04261) 77-28 40
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Dr. med. Michael Feldmann

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