• Unsere Werte verbinden

Mammadiagnostik


Wir arbeiten in Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und insbesondere Gynäkologen im Landkreis Rotenburg und den umliegenden Landkreisen und weiteren Fachabteilungen am Diakonieklinikum: Frauenklinik, Klinik für Plastische Chirurgie und dem Institut für Pathologie.

Wir sind für das sogenannte "Vier-Augen-Prinzip", d.h. Ihre Aufnahmen werden grundsätzlich von zwei Ärzten gesehen, so dass Ihre diagnostische Sicherheit erhöht wird. Zudem nehmen wir Teil am Qualitäts-Ring-Radiologie, der eine Qualitätssicherung der Mammographieeinrichtungen nach den EU-Richtlinien ("European Protocol for the Quality of the Physical and Technical Aspects of Mammography Screening") durchführt.

Warum Früherkennung?

  • Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Frau
  • Etwa jede 10. Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs
  • Brustkrebs ist die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 40 und 60 Jahren

Ziel der Früherkennung ist es, einen Tumor in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen. Je kleiner ein Tumor ist, desto günstiger sind die Chancen für eine endgültige Heilung und für eine brusterhaltende Operation.

Ärztliche Untersuchung
Die Selbstuntersuchung und die ärztliche Untersuchung mit Abtasten der Brust sowie der Achselhöhlen sind im Rahmen der Vorsorge unverzichtbar. Da jedoch eine Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Tumoren nicht sicher möglich ist und darüber hinaus viele Tumoren (z. B. im Inneren der Brust) durch Tasten nicht erfasst werden, reicht die Tastuntersuchung der Brust für eine geeignete Früherkennung nicht aus.

Mammographie
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Ziel der Mammographie ist die Früherkennung eines Tumors. Nach internationalen Empfehlungen und Richtlinien ist die Mammographie derzeit die Untersuchungsmethode der ersten Wahl. Nur mit der Mammographie sind kleinste Verkalkungen zu erkennen, die auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen können. Der Großteil der Literaturmitteilungen geht davon aus, dass durch regelmäßige Mammographiekontrollen die Sterblichkeit der Frauen an Brustkrebs um etwa 20 bis 30 % gesenkt werden kann. Spezielle Vorbereitungen zur Mammographie sind nicht nötig. Sie sollten jedoch unbedingt bei der Terminvergabe darauf achten, dass die Untersuchung in der 1. Zyklushälfte (am besten zwischen dem 6. und 10. Tag) erfolgt.

Die Strahlenbelastung ist mit modernen Geräten so gering, dass der Nutzen der Mammographie eindeutig ihr Risiko überwiegt. Durch die Einführung der digitalen Mammographie konnte die Strahlenbelastung noch weiter minimiert werden.

Wann und wie oft sollte eine Mammographie durchgeführt werden?

  • Erste Mammograpie (Basismammographie): zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr
  • Eine Mammographie im Jahr: zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr
  • Eine Mammographie in zwei Jahren: ab dem 50. Lebensjahr

Hochrisikopatientinnen sollten in Absprache mit ihrem Arzt ein individuell abgestimmtes Konzept befolgen. Die Frage, ob ein spezielles Risiko vorliegt, beantworten wir gerne.

Was passiert bei der mammographischen Untersuchung?
In der Regel werden von jeder Brust zwei Aufnahmen angefertigt. Hierbei muss die Brust für einen kurzen Moment relativ fest zusammengedrückt werden. Diese Kompression ist manchmal unangenehm, eine nachteilige Wirkung für die Brust besteht jedoch nicht. Die Kompression ist für eine exakte Beurteilbarkeit zwingend erforderlich, so dass man auf sie nicht verzichten kann. Manchmal ist es noch notwendig, Zusatzaufnahmen anzufertigen.

Sonographie
Die Sonographie ist kein Ersatz für die Mammographie, da kleine Verkalkungen, die als erste Zeichen einer Brustkrebserkrankung auftreten können, nicht erkannt werden. Manchmal wird die Mammographie jedoch durch die Sonographie ergänzt, um die diagnostische Aussagekraft noch weiter zu erhöhen. Dies ist vor allen Dingen bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe gegeben.

Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)
Die MRT, die mit Hilfe von Magnetfeldern Schnittbilder der weiblichen Brust erzeugt, kann in Spezialfällen als Ergänzung zur Mammographie bzw. zur Sonographie dienen. Sie ist jedoch kein Ersatz für die Mammographie. Auch hier sollte die Untersuchung in der ersten Zyklushälfte durchgeführt werden.

Typischerweise wird die MRT der Brust bei folgenden Situationen eingesetzt:

  • Nach brusterhaltender Therapie zur Verlaufskontrolle
  • Bei unklaren mammographischen bzw. sonographischen Befunden
  • Verdacht auf Implantat-Ruptur bei Zustand nach Brustwiederaufbau

Gewebeentnahmen
Zur definitiven Klärung von sog. Herdbefunden ist manchmal eine Gewebeentnahme erforderlich. Diese Gewebeentnahme wird abhängig vom Befund entweder unter mammographischer oder aber unter sonographischer Kontrolle durchgeführt. Das Verfahren ist weitgehend schmerzfrei, da es unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Das entnommene Material wird dem Pathologen zur feingeweblichen Untersuchung überstellt.

Kontakt

AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie

Chefarztsekretariat
Heike Kopmann

Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)
T (04261) 77-23 40
F (04261) 77-21 42
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IHR ANSPRECHPARTNER

Prof. Dr. med. Thomas Vestring

Prof. Dr. med. Thomas Vestring

Chefarzt