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Extragynäkozytologie


Legen Sie immer einen vollständig ausgefüllten Anforderungsschein bei, der die wichtigen Angaben zu Patientendaten, Einsender, Diagnose und Material/Entnahmeort enthalten sollte. 

Bitte achten Sie darauf, dass von Ihnen angefertigte Objektträger mit dem Patientennamen versehen sind (Bitte Bleistift nutzen, keine Aufkleber verwenden).

Alle Flüssigkeiten

Flüssigkeiten sollten Sie prinzipiell so schnell wie möglich bei uns anliefern oder zusenden (Transportdienst, Post). Notfalls vorübergehend im Kühlschrank bei 4° C aufbewahren. 

Falls Sie uns vom Flüssigmaterial fertig ausgestrichene Patientenobjektträger zusenden, bitten wir folgendes zu beachten: Für die Herstellung von Papanicolaou-Färbung ist es wichtig, dass die Präparate noch feucht, d.h. unmittelbar nach der Herstellung in 95%igem Äthanol oder mit einem käuflichen Fixationsspray fixiert werden. 

Zytologische Präparate, die für eine May-Grünwald-Giemsa-Färbung sind, werden in der Luft getrocknet und können dann ohne Fixierung eingesandt werden.

Ergüsse und Punktate

Punktionsflüssigkeiten (Pleura, Aszites, Zystenflüssigkeiten)

Senden Sie uns möglichst viel der gewonnenen Flüssigkeit (bis 1 Liter) nach der Entnahme schnell und ohne vorherige Sedimentation zu. 

Keine Fixationsmittel wie Formalin etc. oder Antikoagulantien hinzufügen!

Ausstriche in der Praxis herstellen

Das Material wird 5 min bei 2800 U/min zentrifugiert. Mit einem Bleistift sollten die Objektträger mit Namen, Vornamen gekennzeichnet werden und mit dem Hinweis „fix“ bei dem zu fixierenden Objektträger. Verwenden Sie bitte mit 70%igem Alkohol entfettete Objektträger. Nach dem Zentrifugieren wird der Überstand abgegossen und vom Sediment Quetschpräparate angefertigt. Das mit „fix“ versehene Präparat wird sofort in 95%igem Äthanol oder mit handelsüblichem Fixationsspray fixiert. Nicht zu fixierende Objektträger werden luftgetrocknet.

Feinnadelpunktate

Möchten Sie von einem Schilddrüsenpunktat Ausstriche anfertigen, streichen Sie das Material bitte nach der Methode der Blutausstrichherstellung aus, nicht jedoch wie die Quetschpräparate (siehe oben). Hierbei ist zu beachten, dass eine Anzahl von maximal 10 unfixierten Ausstrichen mit Patientenmaterial ausreicht.

Für eine Mammapunktionszytologie fertigen Sie bitte 2 unfixierte Quetschpräparate an.

Liquor

Da die Anzahl der Zellen im Liquor meist sehr gering ist und die Zellen selbst schnell alterieren, benötigen wir das Material schnellstmöglich. Optimal ist, wenn das Material innerhalb einer Stunde eintrifft. Ansonsten bitte als ungekühlter Versand, 1:1 verdünnt mit 4%igem Formaldehyd. Hier muss man jedoch mit einer schlechteren Morphologie rechnen. Dies betrifft die Herstellung von Zytozentrifugenpräparaten, wodurch die Zellen erhalten bleiben. Färbung und Bewertung können dann auch am Folgetag erfolgen. 

Wir bitten darum, eine Liquoruntersuchung immer anzumelden. Wir benötigen zur Untersuchung eine Mindestmenge von 1 ml (max. 10 ml). 

Beachten Sie bitte folgende Vorgehensweise:

  • Die Untersuchung kann von Montag bis Freitag angefordert werden.
  • füllen Sie bitte den Anforderungsschein sorgfältig und vollständig aus
  • Senden Sie den Liquor bis 15 Uhr, wird das Material am selben Tag bearbeitet, jedoch erst am folgenden Tag befundet.
  • Wünschen Sie eine Befundung am selben Tag, muss der Liquor bis 14 Uhr in unserem Institut eintreffen und dies auf dem Anforderungsschein vermerkt sein.
  • In jedem Fall bitten wir um die telefonische Anmeldung einer Liquoruntersuchung. 

Harnwege

Möchten Sie Urin zytologisch untersuchen lassen, können Sie Spontanurin und/oder Katheterurin einsenden. 

Bei Untersuchung von Spontanurin sollte der Patient im Vorfeld viel trinken. Der Urin wird dann durch möglichst hohen Druck gewonnen, um möglichst viele Zellen auszuspülen bzw. abzuschürfen. 

Der Urin wird nativ eingesandt oder bei einem längeren Transport in 50%igem Alkohol 1:1 verdünnt.

Gute zytologische Ergebnisse erzielt man auch bei der Materialgewinnung durch eine Harnblasen- oder Nierenbeckenspülung.

Zytologische Untersuchung der Lunge

Sputum

Wenn sie eine Sputumuntersuchung durchführen wollen, achten Sie darauf, dass der Patient nüchtern ist. 

Weisen Sie den Patienten bitte an, vor der Sputumentnahme den Mund zu spülen und zu gurgeln, da eine Beimengung von Speichel und Sekret aus dem Nasenrachenraum die zytologische Untersuchung erschwert. Durch Beklopfen des Thorax des Patienten vor der Sputumentnahme können Sie die Wahrscheinlichkeit des Auftretens pathologischer Zellverbände im Sputum erhöhen. Das Sputum wird in ein Gefäß mit 4%igen Formalin gegeben (benötigte Gefäße können Sie über unser Bestellformular beziehen).

Idealerweise untersuchen Sie an drei aufeinander folgenden Tagen. Die einzelnen Gefäße sollten dabei außer mit dem Patientennamen noch mit dem Entnahmedatum oder der Unterteilung I, II, III versehen sein und werden dann gemeinsam mit dem Anforderungsschein in unser Institut gesandt.

Bronchialsekrete und -bürsten

Bronchialsekrete können Sie nativ in einem mit dem Patientennamen beschrifteten Röhrchen oder auch als fertig ausgestrichene Objektträger einsenden. Hierzu beachten Sie bitte folgendes: Zentrifugieren Sie das Sekret 5min bei 2800 U/min. Beschriften Sie die Objektträger mit dem Patientennamen, der Lokalisation des Sekrets (re.OL, li.OL, Bürste etc.) sowie mit der Kennzeichnung der Fixierung der Objektträger. Fertigen Sie nun vom Sediment Quetschpräparate an und fixieren Sie diese sofort mit Fixierspray. 

Bei Bronchialbürsten dagegen ist es von Vorteil, eines der beiden Quetschpräparate zu fixieren, das andere jedoch lufttrocknen zu lassen. Bitte kennzeichnen Sie die Objektträger entsprechend. Die Vorbereitung ist mit der des Bronchialsekrets identisch.

Lavage

Diese Ausspülung der Lunge mit 20ml Kochsalzlösung senden Sie bitte nativ mit dem Patientennamen und dem Verweis „Lavage“ (nicht BAL!) beschriftet ein.

BAL- Bronchoalveoläre Lavage

Die Ausspülung erfolgt mit 100ml Kochsalzlösung. Erreicht die BAL innerhalb der nächsten halben Stunde unser Institut können Sie das Material nativ einsenden. Bei einem längeren Transportweg ist es jedoch erforderlich, die BAL in Hank’s Lösung aufzuarbeiten und uns das so für 24 Stunden haltbar gemachte Material gekühlt in einer speziellen Kühlbox zuzusenden. 

Bitte vermerken Sie auf dem Anforderungsschein die gewünschten Untersuchungen. 

Da eine BAL nach spätestens 24 h weiterverarbeitet werden muss, bitten wir Sie um einen Versand von Montag bis Donnerstag, damit zeitnah bearbeitet werden kann. Bei einer Zustellung mit unserem hausinternen Transportdienst bitten wir Sie, darauf zu achten, dass das Material bis spätestens 14.00 Uhr bei uns eintreffen sollte.

Genaue Hinweise zur Gewinnung und Handhabung der BAL entnehmen Sie bitte dem Formblatt Versandhinweise für BAL.

 

 

Kontakt

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Pathologisches Institut

Chefarztsekretariat
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T (04261) 77-24 40
F (04261) 77-20 22
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IHRE ANSPRECHPARTNERIN

Prof. Dr. med. Iris Bittmann

Prof. Dr. med. Iris Bittmann

Chefärztin