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Endokrine Chirurgie


Die endokrine Chirurgie beschäftigt sich mit der operativen Therapie kranker hormonproduzierender Organe. Die größte Verbreitung haben die Schilddrüsenerkrankungen. Zudem gibt es Erkrankungen der Nebenschilddrüse, der Nebenniere sowie hormonproduzierende Tumoren des Verdauungsapparates. Schilddrüsenhormone sind unentbehrlich für alle Stoffwechsel, Wachstums- und Reifungsprozesse unseres Körpers. 

Die Schilddrüse ist ein ca. 25 g schweres Organ, welches in Schmetterlingsform mit zwei gleich großen Lappen unterhalb des Kehlkopfes der Luftröhre anliegt. Die Schilddrüse unterliegt dem regulierenden Einfluss von Hormonen aus der Hirnanhangsdrüse. Aus Jod und Eiweißkörpern werden die Schilddrüsenhormone aufgebaut, die vor allem den Energiestoffwechsel beeinflussen. Eine Überfunktion der Schilddrüse äußert sich z. B. in allgemeiner Erregbarkeit und Nervosität, Schwitzen, Heißhunger, Durchfallneigung, Hitzegefühl, Zittern der Hände, verstärktem Herzklopfen, ungewollter Gewichtsabnahme sowie ggf. am Heraustreten der Augen. Bei einer Unterfunktion kommt es zu einer allgemeinen Müdigkeit mit Antriebs- und Appetitminderung, ggf. einer verstärkten Wassereinlagerung in den Beinen sowie zu Verstopfung. Aufgrund von Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Jodmangel, Tumoren sowie weiterer, noch nicht geklärter Ursachen, kann es zu einer Unter- bzw. Überfunktion der Schilddrüse oder zu einer deutlichen Vergrößerung der Schilddrüse kommen. Zusätzlich gibt es bösartige Veränderungen der Schilddrüse (Krebs), die eine operative Therapie unumgänglich machen.

Eine Schilddrüsenvergrößerung kann durch Druck und Verdrängung von Nachbarorganen erhebliche Beschwerden machen. So kann es zu einer Einengung bis hin zur Zerstörung der Luftröhre mit Luftnot und Erstickungsanfällen kommen, ebenso können durch Druck und Zug die Stimmbandnerven geschädigt werden. Verdrängung und Einengung der Speiseröhre führt zu Schluckbeschwerden. Druck auf die großen Halsgefäße führt zu einer Einflussstauung des Blutes von Kopf und Hals.

Nebenschilddrüsenvergrößerung bzw. –überfunktion
Die Nebenschilddrüse ist ein winziges, paarig angelegtes Organ (insgesamt vier Stück), welches sich normalerweise in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schilddrüse befindet und entscheidend den Kalziumstoffwechsel beeinflusst. Der Blutspiegel des von den Nebenschilddrüsen produzierten Parathormons ist im Falle einer primären Vergrößerung des Organs deutlich erhöht und es kommt es zu einer Erhöhung des Kalziumspiegels im Körper. Die zweite Ursache einer Organvergrößerung sind chronische Nierenerkrankungen mit einer reaktiven Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Auf Dauer kann es zu schwerwiegenden Erkrankungen von Magen, Niere und Bewegungsapparat kommen. Meist initiieren diese Folgeerkrankungen umfangreiche Untersuchungsmaßnahmen, an deren Ende die Diagnose "Nebenschilddrüsenvergrößerung" steht.

Eingriffe an den Nebenschilddrüsen können zum Teil minimal-invasiv mit der sog. Schlüssellochtechnik erfolgreich behandelt werden. 

Hormonproduzierende Tumoren der Nebennieren und des Verdauungstraktes
Diese Erkrankungen sind sehr selten. Diagnosestellung, Therapie und Nachbehandlung erfolgen in der Regel in enger Zusammenarbeit von Allgemeinmedizinern, Internisten, Chirurgen und Anästhesisten. Bis zu einer bestimmten Tumorgröße erfolgen die Eingriffe minimal-invasiv. 

In unserer Ambulanz überprüfen wir die Operationsindikation, führen evtl. notwendige Untersuchungen durch und besprechen alle offenen Fragen.

Kontakt

AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

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Priv.-Doz. Dr. med. Oleg Heizmann

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