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Aortenaneurysma


Die Hauptschlagader (Aorta) ist das größte Blutgefäß im Körper, Erkrankungen dieser im Normalfall ca. 2 cm dicken Röhre haben starke Auswirkungen auf den Gesamtorganismus oder können lebensgefährlich sein. Die Hauptschlagader beginnt direkt hinter der Aortenklappe im Herz, zieht sich bogenförmig durch den Brustraum und verläuft dann nach unten. In Höhe des Bauchnabels teilt sie sich in die Beckenarterien auf. Auf ihrem Weg gibt sie reihenweise lebensnotwendige Schlagadern an eine Vielzahl von Organen ab. Sehr häufig sind Krankheitsprozesse, bei denen die Wand der Aorta "ausleiert", sie dehnt sich an dieser Stelle aus. Überschreitet die Aorta eine Dicke von 3,5 cm, spricht man von einem Aortenaneurysma. Diese können im Brustkorb, häufiger aber im Bauchraum auftreten. Aortenaneurysmen unterhalb der Nierenarterien sind häufiger als oberhalb. Platzt ein solches Aneurysma, besteht akute Lebensgefahr auf Grund der massiven Blutung aus der Hauptschlagader.

Aortenaneurysmen machen in der Regel keine Schmerzen! Werden sie nicht zufällig entdeckt, ist die Gefahr groß, dass erst die Ruptur, also das Zerreißen der Aortenwand, zur OP führt. Die Prognose im Notfall ist sehr schlecht, insbesondere wenn kein gefäßchirurgisches Zentrum in der Nähe ist. 

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie strebt an, das Aortenaneurysma ähnlich wie z.B. bei Brustkrebs mittels Vorsorgeuntersuchung (Screening) zu erfassen. Die geplante Operation (OP) unter optimalen Bedingungen oder das Ausschalten mittels Aortenstent bringt außerordentlich bessere Ergebnisse als die Notfall-OP. 

Die Therapie des Aortenaneurysmas hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Immer häufiger kommen interventionelle Verfahren zum Einsatz. Hierbei wird eine Prothese nicht mehr durch einen großen Bauchschnitt sondern drahtgeführt über einen Zugang in den Leisten eingeführt. Der sogenannte Aortenstent wird im Diakonieklinikum, wann immer es geht, eingesetzt. Mehr dazu finden Sie auch auf der Seite unseres Gefäßzentrums.

Nicht immer kann ein Aortenstent implantiert werden, aber auch im Bereich der offenen Aortenchirurgie können wir auf einen weitreichenden Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Im Diakonieklinikum werden auch Aortenaneurysmen des höchsten Schwierigkeitsgrades operiert. Hierzu zählen Aufweitungen, die nicht nur den Bauchraum, sondern auch kombiniert Brust- und Bauchraum betreffen, die thorakoabdominellen Aortenaneurysmen. Die Zusammenarbeit zwischen den Gefäßchirurgen, den Radiologen und den Intensivmedizinern ist bei der Therapie besonders wichtig und ist im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG garantiert.

Kontakt

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Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie

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Dr. med. Michael Feldmann

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