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Adipositas - krankhaftes Übergewicht

Die Ursachen der Fettleibigkeit sind vielfältig
Ein Grund für starkes Übergewicht (Adipositas) können mangelhafte Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sein. Nach aktuellem Wissensstand sind die Ursachen aber wesentlich komplexer und in verschiedenen Stoffwechsel-Prozessen zu suchen. Auch genetische Bedingungen haben einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf des Krankheitsbildes Adipositas.

Ist die Adipositas für Betroffene bedrohlich?
Ab einem Body Mass Index (BMI) von 30 kg/m² und mehr ist die Adipositas gemäß Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits als chronische Erkrankung anzusehen. Die Anzahl der hiervon Betroffenen wächst international kontinuierlich an. Die exzessive Fettablagerung führt zu typischen medizinischen, psychischen, körperlichen, sozialen und auch ökonomischen Begleiterscheinungen. Sie ist gesundheitsschädigend und zieht Krankheiten wie Arthrose, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus nach sich.

Welche Therapiemöglichkeiten der Adipositas gibt es?
Da die Adipositas ein multifaktorielles Krankheitsbild darstellt, ist ihre Behandlung ebenso komplex wie anspruchsvoll. Im Adipositaszentrum Rotenburg wird Ihnen eine umfangreiche Betreuung und Abklärung durch ein interdisziplinäres Team angeboten, die teilweise in Zusammenarbeit mit kompetenten ambulanten Einrichtungen erfolgt:
•    Ernährungsberatung
•    Bewegungsprogramm
•    psychiatrische Begutachtung
•    psychologische Betreuung/Verhaltenstherapie
•    internistische Diagnostik
•    adipositas-chirurgische Eingriffe

Bei krankhaft Adipösen mit einem BMI über 40 kg/m² ist durch konservative (ohne Operation) Behandlungsmaßnahmen kurzfristig eine Gewichtsreduzierung zu erreichen beziehungsweise eine weitere Zunahme zu verhindern. Wurden bereits mehrere Therapieversuche unternommen, die zum Jo-Jo-Effekt geführt haben, sind die Erfolgschancen weiterer konservativer Therapiemaßnahmen gering.
Entsprechend der aktuellen S3-Leitlinien der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) wird bei Vorliegen eines BMI über 40 kg/m² bzw. ab einem BMI von 35 kg/m² mit bereits vorhandenen Folgeerkrankungen (Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheit) und erschöpfter konservativer Therapie als Ergänzung zur konservativen Therapie ein adipositas-chirurgischer Eingriff als sogenannte "ultimo ratio" (letztmöglicher Weg) empfohlen.
In den neuen S3-Leitlinien ist für Patienten mit einer sogenannten Super-Adipositas (BMI>50 kg/m²) diese vorherige konservative Therapie keine Voraussetzung mehr für einen operativen Eingriff.

Der adipositas-chirurgische Eingriff
Die in Deutschland und auch international am häufigsten durchgeführten Eingriffe zur Gewichtsreduktion sind:
•    einstellbares Magenband
•    Magenbypass-Operation
•    die Schlauchmagenbildung

Welches Verfahren bei Ihnen angewendet werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab:
•    persönliche Vorstellung
•    Höhe des Übergewichtes
•    Nebenerkrankungen
•    Ernährungsgewohnheiten
•    Alter

Alle individuellen Faktoren werden in einem persönlichen Gespräch erläutert und eine angepasste Behandlungsstrategie erarbeitet.

Antragstellung zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse
Die Behandlung von Übergewicht (Adipositas) ist keine Pflichtleistung der gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Deutschland. Sie kann als Sonderleistung finanziert werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Diese richten sich in der Regel  nach den aktuell gültigen Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (s.o.). Die Kostenübernahme für einen Eingriff muss persönlich bei der zuständigen Krankenkasse beantragt werden. Hierbei stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Nachsorge
Die Nachsorge findet im Rahmen unserer Sprechstunde statt. Termine können telefonisch unter T (04261) 77-23 11 vereinbart werden. Die zur Nachsorge notwendigen Termine und Bluttests finden Sie rechts im Downloadbereich.

Angebote und Kooperationen

Selbsthilfegruppe Adipositas Rotenburg:
Jeden dritten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr
Treffpunkt: Haupthaus, Cafeteria, 5. Etage im Diakonieklinikum
Treffpunkt ab 2018: Veranstaltungszentrum Aira, Mutterhausgelände, Elise-Averdieck-Str. 17 in Rotenburg
Ansprechpartner: Ulrike Henke, T (0157) 37 13 15 55,
ulrike-astrid-henkethis is not part of the email@ NOSPAMgmx.de

AGAPLESION REHAZENTRUM ROTENBURG
Elise-Averdieck-Str.17, 27356 Rotenburg
www.diako-reha.de

Bewegungskurs „Aquaaerobic für Adipöse“
Ansprechpartner: Susanne Knoop, T (0157) 36 26 90 00, susanne.knoop.aquathis is not part of the email@ NOSPAMweb.de

Ernährungsberatung
Ansprechpartner: Andrea Gahler, Behrensstr. 17, 27383 Wohlsdorf,
T (04263) 983413, a.gahlerthis is not part of the email@ NOSPAMweb.de

Diabeteszentrum des Diakonieklinikums
Mutterhausgelände
T (04261) 77-25 82, F (04261) 77-25 79
diabetesambulanzthis is not part of the email@ NOSPAMdiako-online.de

 

 

Kontakt

AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH

Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)
T (04261) 77-23 11
adipositasthis is not part of the email@ NOSPAMdiako-online.de

 

IHR ANSPRECHPARTNER

Dr. med. Daniel Matz

Dr. med. Daniel Matz

Leiter Adipositaschirurgie, Facharzt für Chirurgie

Dr. med. Karl Khatib-Chahidi

Dr. med. Karl Khatib-Chahidi

Facharzt für Viszeralchirurgie

Sprechstunde

Donnerstag 12.00 bis 14.00 Uhr
Freitag 09.00 bis 13.30 Uhr

Bitte bringen Sie zur Erstvorstellung den Fragebogen (unter "Informationen") ausgefüllt mit.

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