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Rotenburger Ev. Berufsfachschule für Altenpflege

Ansprechpartner: Gesine Brockhoff und Sigrid Recklies

Tel. 04261 77-22 56

Fax 04261 77-22 34

altenpflegeschule@diako-online.de

Foto: Rotenburger Ev. Berufsfachschule für  Altenpflege

Neugierig?

Warum es sich lohnt, in die Altenpflege zu gehen? Wir haben mal nachgefragt...

„Ich hatte Lust auf Leben, daher bin ich in die Altenpflege gegangen“

Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Die heutige Elterngeneration wird voraussichtlich vier Jahre älter werden, als die heutige Großelterngeneration. Und die Kinder von heute können sich wiederum auf ein vier Jahre längeres Leben freuen. In einer Gesellschaft der Alten wird daher ein Beruf immer wichtiger: ausgebildete Altenpflegefachkräfte. Moderne Altenpflege will gelernt sein. Denn die Aufgabe, ältere Menschen in ihrem Leben zu unterstützen ist vielseitig und vor allem lebendig. Der 45-jährige Thomas Brunke hat sich noch einmal dieser Herausforderung gestellt. Der gelernte Elektroinstallateur musste aus gesundheitlichen Gründen seinen alten Beruf aufgeben. Nach einem Praktikum in einer Altenpflegeeinrichtung hat er sich entschieden, als Schüler an die Berufsfachschule für Altenpflege in Rotenburg zu wechseln. Gemeinsam mit 24 anderen Schülerinnen und Schülern will er der Altenpflege nun ein lebendiges Gesicht geben.

Auch Kristina Ehlen (22) hat sich für eine Ausbildung zur Altenpflegerin entschieden. Sie hat ihre Oma lange Zeit gepflegt und nach der Schule ihr soziales Jahr in einer Behinderteneinrichtung absolviert. „Es hat mich gereizt mit Menschen zu arbeiten“, sagt sie über ihre Entscheidung für die Altenpflege. Sie kann sich gut vorstellen, nach ihrer Ausbildung in eine ambulante Pflegeeinrichtung zu gehen. Bereits heute absolviert sie den praktischen Anteil ihrer Ausbildung in einer solchen Einrichtung.. Das Berufsfeld Altenpflege passt sich der veränderten Lebenssituation älterer Menschen ständig an. Die ambulante Altenpflege erhält den gleichen Stellenwert, wie die stationäre Pflege in Heimen. Aber Altenpflege ist mehr als nur Krankenpflege für ältere Menschen. Das weiß auch Kristina Ehlen: „In der Altenpflege arbeiten wir meist über einen langen Zeitraum mit Menschen zusammen. Dabei beziehen wir ihren persönlichen Lebenslauf in unsere Arbeit ein.“ Anders als die Pflege in einem Krankenhaus, können Altenpfleger einen oftmals langjährigen Bezug zu ihren Patienten aufbauen und die Menschen so aktiv und kreativ ein Stück ihres Weges im dritten Lebensabschnitt begleiten.

Die Ausbildung in der Altenpflege muss daher ebenso vielfältig sein, wie es das Berufsbild ist. Meike Meier (22) hat sich daher ganz bewusst für eine Ausbildung an der Altenpflegeschule in Rotenburg entschieden: „Nach einem Praktikum bin ich nach Rotenburg gekommen, weil es eine gute Ausbildung sein sollte.“ Hier lernen die Schüler neben medizinischen, psychologischen und pädagogischen Inhalten auch betriebswirtschaftliche Grundlagen kennen. Auch die 40-jährige Bärbel Wehrendt hat noch einmal eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen: „Jemandem im Bett umdrehen, das konnte ich schon. Aber Altenpflege ist weit mehr und gut ausgebildete Fachkräfte werden überall gesucht.“

Altenpflegelehrerin Gesine Brockhoff kennt die Anforderungen an eine moderne Altenpflegefachkraft. Pflegeplanung, Überprüfung und Dokumentation sind ein wichtiger Teil in der Altenpflege geworden. Das mache das Niveau aus, so die Lehrerin. Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind dementsprechend attraktiv: Man kann sich nach der Ausbildung zur Wohnbereichsleitung, zur Pflegedienstleitung, zur Fachtherapeutin oder zu einer Tätigkeit im Pflegemanagement weiterbilden lassen. „Eine Ausbildung in der Altenpflege verändert einen Menschen“, weiß Kristina Ehlen. Man werde reifer und das sei ein positiver Aspekt. Diese Reife entsteht unter anderem auch bei der Auseinadersetzung mit den Themen Tod und Sterben.

Pascal Burmeister ist 21 und empfindet es als Privileg, mit Menschen über dieses Thema sprechen zu dürfen. „Es gibt alte Menschen, die möchten noch gerne weiterleben  und freuen sich über jeden Tag und andere sehen dem Tod gelassen entgegen. Wir dürfen alle diese Menschen psychologisch begleiten und das ist eine sehr befriedigende Tätigkeit.“ Auch Gesine Brockhoff hat sich mit diesen Themen vor ihrer Ausbildung intensiv auseinander gesetzt und fasst dieses Thema heute sehr griffig zusammen: „Ich hatte große Lust auf Leben, daher in ich in die Altenpflege gegangen.“