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Rassenpolitik

FotoDie Rassenpolitik der Nationalsozialisten bedrohte alle Menschen in der Bevölkerung, die nicht dem propagierten Bild des "arischen" Menschen entsprachen. Betroffen sind vor allem jüdische Mitbürger, Angehörige anderer ethnischer Gruppen (Sinti, Roma) und Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Sie werden zu Menschen zweiter Klasse degradiert, denen nur eingeschränkte Bürgerrechte zugesprochen oder ganz das Recht auf Leben abgesprochen wird.

Ab 1933 beginnt die systematische Ausgrenzung dieser Bevölkerungsgruppen, die in Abtransport, Versklavung und millionenfachen Mord endete.

Zwangssterilisationen

FotoBereits 1931 hatten Vertreter von Behinderten-Einrichtungen auf der Fachkonferenz von Treysa die Sterilisation "erblich Minderwertiger" und die Tötung unheilbar Kranker diskutiert, um die Pflegekosten zu senken.

Daher rief das nationalsozialistische "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" von 1934, das die Zwangssterilisation behinderter Menschen vorsah, in den Pflege- und Heilanstalten in Deutschland keine Empörung hervor. Ein Teil der Ärzteschaft befürwortete sogar diese Verordnung.
Auch in Rotenburg werben Ärzte für die Rassengesetze der Nationalsozialisten. Ab 1934 werden dann auch im Rotenburger Krankenhaus Zwangssterilisationen durchgeführt.

Spätere Untersuchungen ergaben, daß zwischen 1934 und 1945 mindestens 335 Bewohner der Rotenburger Anstalten und eine unbekannte Zahl von Menschen aus dem Umkreis im Rotenburger Krankenhaus zwangssterilisiert wurden.

Krankenmorde

Das Euthanasiegesetz vom 1. September 1939 bestimmt die planmäßige Tötung von Geisteskranken als "lebensunwertes Leben" Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung droht nun die Ermordung. Ab 1940 müssen Meldebögen ausgefüllt werden, die über die Bewohner der Anstalten Auskunft geben sollen.
Da bekannt ist, was mit den Menschen passiert, die abgeholt werden, versuchen Mitarbeiter und Pflegepersonal, das Aussondern der Opfer hinauszuschieben. Dennoch werden allein in Rotenburg insgesamt über 500 Menschen abtransportiert und durch Nahrungsentzug ("E.-Kost" = "Entzugskost") oder durch die Tötungsspritze getötet.
... in guten Händen

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