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Paramente

Allgemeiner Überblick

Paramentik-WerkstattParamente sind Gewebe für gottesdienstliche Zwecke. Dazu gehören die Behänge am Altar, an der Kanzel und am Lektorenpult. Man nennt sie auch Antependien.

Die Herstellungstechniken sind Weben, Sticken, Applikationen und heute auch Batik. In der Regel werden nur Naturgarne verarbeitet: Wolle, Seide, Baumwolle, Goldfäden - keine synthetische Fasern.

Die Fertigung findet in Paramentikwerkstätten statt. Diese findet man häufig in Klöstern und Mutterhäusern. Die Paramentik ist noch heute ein Lehrberuf, der bis zur Paramentenmeisterin führt. In Deutschland gibt es nur wenige davon.

Die liturgischen Farben

FlurMit dem Wechsel der liturgischen Farben stimmen die Paramente die Gemeinde auf die Zeiten und Feste des Kirchenjahres ein:

Violett ist die Farbe der Buße. Das violette Antependium wird aufgelegt in der Adventszeit und Passionszeit. Ebenso ist es die Farbe der Vorbereitung, der Erwartung und auch des Fastens.

Weiß ist die Farbe für Christus, sie symbolisiert Reinheit. Weiße Antependien werden aufgelegt zu Weihnachten und zu Ostern. Sie bleiben auch in den Wochen danach, der sogenannten Freudenzeit, zwischen Ostern und Pfingsten hängen.
Außerdem gilt weiß für den Johannistag (2. Juni), für Allerheiligen, für den Ewigkeitssonntag und bei Beerdigungen, weil es uns an die ewige Herrlichkeit bei Gott erinnert.

Rot ist die Farbe der Kirche. Pfingsten wird als Geburtstag der Kirche gefeiert (Pfingsten, als der heilige Geist als Feuer sichtbar wurde).
Rot steht außerdem für Gedenktage der Märtyrer, für Kirchweihfeste und für das Reformationsfest sowie für die Apostelgedenktage.

Grün symbolisiert das Wachstum der Kirche. Grüne Antependien werden aufgelegt an den Sonntagen nach Epiphanias und an den Sonntagen nach Trinitatis, die sogenannte "festlose" Hälfte des Kirchenjahres. Als Symbole findet man vielfach Kornähren, den Weinstock, ein Segelschiff, das dem "Sturm der Zeit" Widerstand leistet.

Rosa. Höchst selten findet man noch eine 5. Farbe: rosa. Das rosa Antependium wird nur an einem Sonntag aufgelegt, am Sonntag Lätare. Lätare wird auch genannt "das kleine Osterfest in der Passionszeit". Die Lesung lautet an diesem Tag "Freue dich, Jerusalem...".
... in guten Händen

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