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Gleichschaltung

FotoAb 1933 bilden sich auch in Rotenburg NS-Unterorganisationen, in denen Männer und Frauen, vor allem die Jugend ihren Platz finden sollen.

Nennenswerter Widerstand gegen die neuen Machthaber wird in Rotenburg nicht geleistet. Auch in den diakonischen Einrichtungen geht man nicht auf politischen Gegenkurs, sondern arrangiert sich mit dem neuen System. Man befürchtet, bei Kritik an der Regierung an seiner Arbeit gehindert zu werden. Zudem paßt das von den Nazis propagierte Schlagwort der "Volksgemeinschaft" zu dem protestantischen Gedanken des Dienens und der Selbstverleugnung.

Verbandsschwestern

Foto1933 müssen die Schwesternschaften des Kaiserswerther Verbandes geschlossen der "Reichsfachschaft Deutscher Schwestern" beitreten. Einige Außenstationen wollen keine Diakonisse mehr als Gemeindeschwester haben und kündigen den Vertrag mit dem Mutterhaus. Vereinzelt verlassen Diakonissen ihre Mutterhäuser und arbeiten als NS-Schwester an ihrer bisherigen Stelle weiter.

Schwestern ohne Anbindung an eine Organisation werden dazu gedrängt, den "braunen Schwestern" beizutreten. Um das zu verhindern, gründet Auguste Mohrmann für diese Schwestern 1939 einen Verband, der unter dem Schutz des Kaiserswerther Verbandes steht. Die Mitglieder dieser Organisation nennen sich von nun an "Verbandsschwestern".
... in guten Händen

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