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Die Entstehung der Evangelischen weiblichen Diakonie

Gründer der Kaiserswerther Mutterhausdiakonie Theodor Fliedner (1800 - 1864)

Theodor Fliedner
Theodor Fliedner
(1800 - 1864)
Theodor Fliedner wird 1822 Pastor in Kaiserswerth (heute Ortsteil von Düsseldorf). Um für seine verarmte Gemeinde Geld zu sammeln, geht er 1823/1824 auf "Kollektenreisen", die ihn vor allem nach England und in die Niederlande führen. In England lernt er Möglichkeiten und Schattenseiten der Industrialisierung kennen. Aber er sieht auch, wie Männer und Frauen öffentlich für die Nöte der verarmten Unterschicht eintreten.
In den Niederlanden bewegt Fliedner die Frömmigkeit der calvinistisch geprägten Menschen zutiefst. Durch sie erlebt er seine persönliche "Erweckung".

Das Erlebte steht Fliedner vor Augen, als er 1835 seine erste Bildungsanstalt gründet. In ihr sollen unverheiratete Frauen die Möglichkeit erhalten, sich zur Krankenpflegerin oder Kindergärtnerin ausbilden zu lassen, um das Elend in den Hospitälern und in den Armenvierteln zu lindern.

Die Frauen sollen in einer Lebensgemeinschaft zusammenleben und - nach dem Vorbild des frühchristlichen Diakonissen-amtes - "Diakonissen" heißen.



Die erste Vorsteherin in Kaiserswerth Friederike Fliedner (1800 - 1842)

Friederike Fliedner
Friederike Fliedner
(1800 - 1842)
Entscheidend zum Gelingen des Werkes trägt Fliedners Frau Friederike bei. Sie ist für den praktischen Aufbau des Werkes zuständig, zunächst als Mitarbeiterin, ab 1837 als Vorsteherin. Da ihr Mann viel auf Reisen ist, kümmert sie sich um organisatorische Fragen und steht den Diakonissen als Ansprechpartnerin, als „Mutter“ zur Verfügung.

Obwohl Friederike Fliedner keine Diakonisse, sondern Ehefrau und 10fache (!) Mutter ist, wird sie in der von ihr praktizierten Selbstverleugnung zum Vorbild ganzer Diakonissengenerationen.





Nachfolge und Fortführung in Kaiserswerth Caroline Fliedner (1811 - 1892)


Caroline Fliedner
Caroline Fliedner
(1811 - 1892)
Nach dem Tode seiner ersten Frau Friederike 1842 heiratet Fliedner 1843 die Hamburgerin Caroline Bertheau.

Caroline Fliedner überlebt ihren Mann um 30 Jahre. Zusammen mit ihrem Schwiegersohn Julius Disselhoff führt sie das Werk ihres Mannes weiter fort.

Sie legt u. a. fest, dass sich Diakonissen bei ihrer Einsegnung zu einer lebenslangen Bindung an ihr Mutterhaus verpflichten sollen (Fliedner hatte von einer nur 5jährigen Bindung gesprochen).


... in guten Händen

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