Als die Hamburger Diakonissen nach Rotenburg kamen, gab es wohl Arbeit für sie, aber keinen Wohnraum. Da die Rotenburger Bürger an einem eigenen Krankenhaus interessiert waren, kaufte Rotenburg (damals noch "Flecken Rotenburg") dem Asyl (heute: "Rotenburger Werke der Inneren Mission") ein Grundstück ab, auf dem das Krankenhaus gebaut werden konnte.
Provinz, Kreise und Gemeinden gaben Zuschüsse, Landesversicherungsanstalt und Sparkasse gewährten günstige Darlehen.
Der neu errichtete Bau des Mutterhauses weist an seiner Vorderfront Elemente des damals so beliebten "historistischen" Baustils auf: Rundbogenfenster, Renaissancegiebel, barockes Türportal. An den Seiten des Gebäudes finden sich dagegen mit Fachwerk und Niedersachsenroß Anklänge an den hiesigen ländlichen Baustil.
Der Grundstein zum Bau des Mutterhauses wurde am 12. November 1905 gelegt.
Am 25. Oktober 1906 konnte das Mutterhaus, am 7. März 1907 das Krankenhaus eingeweiht werden.
Während der Bauzeit wohnten die Diakonissen im Clüverschen Haus in der Goethestraße.
