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| Elise Averdieck im Jahr 1860 |
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| Das Mutterhaus früher... |
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| ... und heute |
Anfang des 20. Jahrhunderts kommt es zu gegensätzlichen Auffassungen zwischen dem Hausvorstand der Diakonissen und dem Gesamtvorstand der Einrichtung über Fragen der diakonischen Arbeit. Die Diakonissen wollen sich weiterhin hauptsächlich um die wirklich Bedürftigen kümmern. Der Vorstand hingegen wünscht höhere Einnahmen durch vermehrte Pflege von wohlhabenden Bürgern. Daraufhin siedeln die Bethesda-Schwestern 1905 mit ihrer Oberin Helene Hartmeyer nach Rotenburg (Wümme) über.
In den folgenden Jahren bauen die Schwestern hier ein neues Mutterhaus, ein Krankenhaus und eine Krankenpflegeschule auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet das Mutterhaus auf dem Gelände des Kalandshofs eine Zweiganstalt des Krankenhauses mit einer Lungenheilstätte, einem Altenpflegeheim und der einzigen Entbindungsstation Niedersachsens für Mütter, die an der Tuberkulose erkrankt sind. 1975 wird ein moderner Neubau des Diakoniekrankenhauses seiner Bestimmung übergeben. Heute ist das Diakoniekrankenhaus das größte evangelische Krankenhaus in Norddeutschland. Die Bereiche Altenpflege und Betreutes-Wohnen befinden sich gegenüber dem Krankenhaus auf dem eigentlichen Mutterhausgelände.
Fast alle der Rotenburger Diakonissen leben heute im „Feierabend“. Sie sind aus den Orten nach Rotenburg zurückgekehrt, an denen Sie als Gemeindeschwestern oder in anderen sozialen Organisationen gearbeitet haben. Eine Diakonisse geht aber nie richtig in den Ruhestand. Die Schwestern sind in den unterschiedlichen Einrichtungen des Werkes ehrenamtlich tätig, kümmern sich um Pflegebedürftige, begleiten Menschen im Krankenhaus, organisieren Hilfen für äthiopische Waisenkinder, pflegen den Kontakt zu den Kirchengemeinden in der Umgebung und vieles mehr. Darüber hinaus bleibt das Mutterhaus weiterhin das Zentrum des geistlichen und geistigen Lebens der Einrichtung. Meditativer Tanz, Seniorenfreizeiten, Fortbildungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hin zu theologischen Vorträgen sind einige der Veranstaltungen, die unter der Federführung der Oberin Rosemarie Meding im Mutterhaus angeboten und ebenfalls von Menschen außerhalb des Werkes in Anspruch genommen werden.
Geht auch die Zahl der Diakonissen zurück, so fühlen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen des Diakonissen-Mutterhauses in Rotenburg bis in die heutige Zeit dem Geist verbunden, in dem diese Einrichtung gewachsen ist.



