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Christoph Schlichting

Oberarzt, Facharzt für Chirurgie mit Zusatzbezeichnung Medikamentöse Tumortherapie und Palliativmedizin

Tel. 04261 77-66 06

Fax 04261 77-2694

schlichting@diako-online.de

Foto: Christoph  Schlichting

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www.tz-non.de

Tumorzentrum Nordost-Niedersachsen

Krebs hat sich zur zweithäufigsten Todesursache in Deutschland entwickelt. Jeder dritte Deutsche erkrankt heute daran und jeder fünfte stirbt an den Folgen dieser Krankheit.

Die Ursachen für diese Zunahme an Krebserkrankungen sind vielfältig. In allen westlichen Industrieländern verschiebt sich die Alterspyramide. So gibt es auf der einen Seite immer mehr alte Menschen. Dabei ist das Alter stets als der größte "Risikofaktor" anzusehen, an Krebs zu erkranken. Auf der anderen Seite sind aber auch die Möglichkeiten der Früherkennung und der Diagnostik in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. So ist es zu erklären, dass die Todesfälle, die ursächlich auf den Krebs zurückzuführen sind, in den letzten Jahren trotz zunehmender Anzahl der Neuerkrankungsfälle rückläufig sind.

Nach einhelliger Expertenmeinung behindern die zementierten Strukturen im Gesundheitswesen die optimale Versorgung der meisten Krebskranken. So ist der Krebspatient weitgehend von den Präferenzen des behandelnden Facharztes abhängig, weil der Austausch zwischen den verschiedenen medizinischen Disziplinen noch immer lückenhaft ist. Das hat der Münchener Chirurg Professor Rüdiger Siewert festgestellt und daher schon vor rund zehn Jahren die Einrichtung interdisziplinärer Tumorzentren gefordert. In diesen Zentren würden die einzelnen medizinischen Disziplinen eng zusammenarbeiten. In Gebieten, die über ein solches interdisziplinäres Tumorzentrum verfügen, könnten Patienten besonders gute Therapie- und Diagnosemöglichkeiten erwarten.

Schon Ende der 90er Jahre hat das niedersächsische Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales daher ein Konzept vorgelegt, um die Versorgungsstruktur onkologischer Patienten in diesem Bundesland zu stärken. Die medizinischen Fakultäten der Universitäten Hannover und Göttingen wurden dabei zu sogenannten überregionalen Tumorzentren ernannt. Deren Aufgabe ist die Dokumentation von aufgetretenen Krebsfällen und die Entwicklung von Leitfäden zur Behandlung. Um auch in den Regionen eine qualitativ hochwertige Medizin zu gewährleisten, wurde die Einrichtung von regionalen Tumorzentren unter Beteiligung von niedergelassenen Ärzten und Krankenhausärzten gefordert.

Aus diesem Grunde wurde im Februar 2002 ein regionales Tumorzentrum für den Raum von Verden bis Lüchow-Dannenberg gegründet. In diesem Gebiet hat das Tumorzentrum zwei Schwerpunktstandorte: Lüneburg und Rotenburg. Das Sekretariat befindet sich im Diakoniekrankenhaus Rotenburg. Im März 2002 wurde dieses Tumorzentrum unter dem Namen "Tumorzentrum Nordost-Niedersachsen im Regierungsbezirk Lüneburg e.V." ins Vereinsregister eingetragen. PD Dr. Burkhard Helmke (Chefarzt der Pathologie der Elbe Kliniken Stade-Buxtehude) ist Leiter des Tumorzentrums, und seine Vertretung übernimmt Dr. med. Dr. phil. Maren Krohn (Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und gynäkologische Onkologie im Diakoniekrankenhaus Rotenburg). Christoph Schlichting, Arzt in der I. Chirurigischen Klinik, übernimmt die Aufgaben eines Sekretärs.

Das Tumorzentrum will sowohl den organisatorischen Rahmen für eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen bilden, als auch eine Plattform für Ärzte und Wissenschaftler sein, die mit der Betreuung von Tumorpatienten befasst sind oder im Bereich der onkologischen Forschung tätig sind. Das Tumorzentrum will sich als regionaler Kooperationsverbund zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhausärzten anbieten, die sich mit der Diagnostik und Therapie von Tumorpatienten befassen. Im Tumorzentrum können keine Patienten behandelt werden, aber die dort versammelten Experten können dem behandelnden Arzt Therapieempfehlungen - beispielsweise in schwierigen Fällen - geben.

Um den Krebspatienten mit der Bündelung ihrer Fachkompetenz optimal zu helfen, sind alle Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung von Krebspatienten im Raum Niedersachsen Nordost eingeladen, in diesem Tumorzentrum mitzuarbeiten. Krebsbehandlung, Tumordokumentation, Qualitätssicherung, Fortbildung und Krebsforschung sollen dabei interdisziplinär und überregional gefördert werden. Einmal wöchentlich treffen sich die Experten darüber hinaus zu einer Tumorkonferenz im Diakoniekrankenhaus, um sich auszutauschen oder mitgebrachte Fälle zu diskutieren. Dazu ist neben der zeitlichen Investition auch eine umfangreiche technische Ausstattung notwendig. Diese Anschaffungen müssen mittelfristig aus Spenden, Stiftungen sowie sonstiger Zuwendungen finanziert werden.