Tumorchirurgie des Stütz- und Bewegungsapparates
Es wird die gesamte operative Behandlung von gutartigen und bösartigen Knochen- und Weichteiltumoren sowie von Knochenmetastasen einschließlich Brustkorb, Wirbelsäule und Becken durchgeführt. Bei stark durchbluteten Metastasen im Bereich von Wirbelsäule und Becken wird zur Senkung des Blutungsrisikos vor der Operation eine Verödung des Tumors in Zusammenarbeit mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie durchgeführt. Durch die Möglichkeit einer Bestrahlung von aufgefangenem Blut (“cell saver“) während der Operation kann einem etwaigen größeren Blutverlust bei großen tumororthopädischen Eingriffen ohne das Risiko einer transfusionsbedingten Metastasenausbreitung begegnet werden. Rekonstruktive Maßnahmen umfassen den Ersatz eines oder mehrerer Wirbelkörper, den Beckenteilersatz, die Tumorendoprothetik einschl. Rekonstruktion ganzer Skelettabschnitte, gefäßversorgte Knochentransplantate, Wachstumsfugentransplantationen sowie Umkehrplastiken. Die Klinik betreibt eine wöchentliche Tumorsprechstunde, in deren Rahmen auch ultraschallgestützte Gewebsprobenentnahmen bei muskuloskelettalen Tumoren sowie die regelmäßige Tumornachsorge erfolgen.
Die Klinik tauscht sich gemeinsam mit allen an der Behandlung beteiligten Kliniken in einer wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz aus. Ebenso gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Hämatologie und Onkologie sowie der Strahlentherapie am Diakoniekrankenhaus.


