Mikroskopische Begutachtung
Von jedem entnommenen Gewebestück wird mindestens ein Schnittpräparat (Standardfärbung Hämatoxylin-Eosin) angefertigt, das ein Facharzt für Pathologie mikroskopiert und beurteilt. Das nachfolgende Beispiel zeigt Brustdrüsenparenchym mit Infiltration durch ein Mammakarzinom. Das normale Gewebe ist durch einen Pfeil gekennzeichnet, in der rechten Bildhälfte findet sich das Karzinom.
Histochemische und immunhistochemische Zusatzuntersuchungen helfen dabei die Tumorzellen genauer einzuteilen oder Hinweise auf das biologische Verhalten des Tumors (z.B. aggressives oder langsames Wachstum) zu erhalten.
Bei Mammakarzinomen wird z.B. standardmäßig immunhistochemisch die Expression des Östrogen- und Progesteronrezeptors untersucht.
Das folgende Beispiel zeigt ein Mammakarzinom mit starker immunhistochemisch dargestellter Expression des Östrogenrezeptors.
Weitere Fragestellungen, die mittels histochemischer und immunhistochemischer Zusatzfärbungen am Gewebeschnitt untersucht werden können: Erregerdiagnostik, Unterscheidung verschiedener Tumortypen, Hinweise auf den Sitz eines Primärtumors etc.




