Biopien und Resektate
Die meisten relevanten diagnostischen Fragestellungen lassen sich heute mit wenigen Ausnahmen an formalinfixiertem, paraffineingebettetem Gewebe beantworten.
Wichtigste Voraussetzungen sind neben korrekt entnommenem und optimal fixiertem Gewebe ausreichende klinische Angaben und genaue Topographiebezeichnungen.
Einsenden und Fixieren
Beim Einsenden von Untersuchnungsmaterial (Biopsien, Resektate) achten Sie in erster Linie auf eine ausreichende Menge an Fixierlösung (Formalin:Gewebemenge etwa 10:1). Generell wird 4% gepuffertes Formalin verwendet. Wählen Sie entsprechend ein ausreichend großes, gut verschließbares Einsendegefäß! Dieses sollte mit Name und Geburtsdatum des Patienten beschriftet sein. Legen Sie einen vollständig ausgefüllten Anforderungsschein bei. Vergessen Sie dabei Ihre Praxisanschrift nicht. Geeignete Einsendegefäße, Formalin, Versandtüten und Anforderungsscheine stellen wir Ihnen gern zur Verfügung.
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Größere Operationspräparate
Größere Operationspräparate fixieren oft unzureichend. Achten Sie besonders bei solchen Präparaten auf eine ausreichende Menge Formalin.
Hohlorgane wie Magen- und Darmpräparate sollten zur Fixierung aufgeschnitten werden. Bei Zimmertemperatur wird das Gewebe optimal fixiert.
Bitte verwenden Sie keine enghalsigen Gefäße, denn durch das Fixiermittel härtet das Gewebe und lässt sich nach dem Fixieren nicht mehr aus dem Gefäß nehmen.
Mamma-PE
Bei der Abklärung unklarer Mammabefunde sowie brusterhaltender Therapie werden Tumorektomiepräparate und eventuell Nachresektate zur Untersuchung übersandt, bei denen auch die Beurteilung der Resektionsränder eine zentrale Rolle spielen kann. Zur optimalen topografischen Orientierung empfiehlt sich dabei eine standardisierte Markierung der Operationspräparate.
Hysterektomiepräparate
fixieren besser, wenn sie von ventral in Längsrichtung bis ins Cavum uteri eingeschnitten werden.
Portiokonisate
Eine Markierung bei 12 Uhr ist ausreichend. Dabei ist eine Fadenmarkierung einer Metallklammer vorzuziehen, da beim Entfernen der Klammer das Präparat evtl. beschädigt werden kann.
Hautexzisate
Soll das Präparat topografisch orientierbar sein, reicht eine Fadenmarkierung i.d.R. aus (vorzugsweise bei 12 Uhr)
Grosse Lymphknoten (>2cm)
Bei Verdacht auf ein malignes Lymphom sollten diese längs eingeschnitten werden (zur Lymphomdiagnostik sind vollständig entfernte Lymphknoten einer Stanzbiopsie vorzuziehen. Inguinale Lymphknoten eigenen sich weniger gut als cervikale Lymphknoten)
Sentinel-Lymphknoten bei Mammakarzinomen werden meist im Schnellschnittverfahren untersucht. Sentinel-Lymphknoten bei malignem Melanom können formalinfixiert eingesandt werden.
Semikastrationspräparate
Bei einem Tumorverdacht kann der Hoden von der nebenhodenabgewandten Seite in Längsrichtung partiell eingeschnitten werden.
Spezielle Fragestellungen
Beckenkammstanzen
Diese Stanzen werden in Schaffer’scher Lösung fixiert nicht in 4% Formalin!!. Dies ist eine schonende Fixierlösung, die wir Ihnen gern zur Verfügung stellen. Bestellung
Bei Bevorratung dieser Lösung ist eine Aufbewahrung im Kühlschrank bei 4°C erforderlich.
Bei weiteren Fragestellungen bezüglich der Einsendemodalitäten etc. nehmen Sie bitte mit uns telefonisch Kontakt auf.


