proDIAKO

Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie

Dr. med. Michael Feldmann

Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie

Tel. 04261 77-28 40

Fax 04261 77-28 38

feldmannm@diako-online.de

Foto: Michael  Feldmann

Weitere Informationen zur Therapie der Halsschlagaderverengung erhalten  Sie auf unserem Gefäßportal >>

Aortenaneurysma

Die Hauptschlagader (Aorta) ist das größte Blutgefäß im Körper, Erkrankungen dieser im Normalfall ca. 2 cm dicken Röhre haben starke Auswirkungen auf den Gesamtorganismus oder können lebensgefährlich sein. Die Hauptschlagader  beginnt direkt hinter der Aortanklappe im Herz zieht sich bogenförmig durch den Brustraum und verläuft dann nach unten. In Höhe des Bauchnabels teilt sie sich in die Beckenarterien auf. Auf ihrem Weg gibt sie reihenweise lebensnotwendige Schlagadern an eine Vielzahl von Organen ab.
Sehr häufig sind Krankheits-Prozesse, bei denen die Wand der Aorta "ausleiert", sie dehnt sich an dieser Stelle aus. Überschreitet die Aorta eine Dicke von 3,5 cm, spricht man von einem Aortenaneurysma. Diese können im Brustkorb, häufiger aber im Bauchraum auftreten. Aortenaneurysmata unterhalb der Nierenwarterien sind häufiger als oberhalb. Platzt ein solches Aneurysma, besteht akute Lebensgefahr auf Grund der massiven Blutung aus der Hauptschlagader.

Computertomogram eines grossen Aortenaneurysmas

Aortenaneurysmata machen in der Regel keine Schmerzen! Werden sie nicht zufällig entdeckt, ist die Gefahr groß, dass erst die Ruptur, also das Zerreissen der Aortenwand, zur OP führt. Die Prognose im Notfall  ist sehr schlecht, insbesondere wenn kein gefäßchirurgisches Zentrum in der Nähe ist.
Die Deutsche Gesllschaft für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie strebt an, das Aortenaneurysma ähnlich wie z.B. bei Brustkrebs  mittels Vorsorgeuntersuchung (Screening) zu erfassen. Die geplante OP unter optimalen Bedingungen oder das Ausschalten mittels Aortenstent haben exorbitant bessere Ergebnisse als die Notfall-OP. Jährlich findet im Diakoniekrankenhaus ein so genannter Screeningtag zum Aortenaneurysma statt, an dem man sich kostenlos einer Ultraschalluntersuchung unterziehen kann. Für die Termine schauen Sie bitte unter unseren ausführlichen Seiten zum Gefäßzentrum nach

Die Therapie des Aortenaneurysmas hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Immer häufiger kommen interventionelle Verfahren zum Einsatz. Hierbei wird eine Prothese nicht mehr durch einen großen Bauchschnitt sondern drahtgeführt über einen Zugang in den Leisten eingeführt. Der sogenannte Aortenstent wird bei uns in Rotenburg, wann immer es geht, eingesetzt. Über Nachteile und Vorteile erkundigen Sie sich bitte hier

Nicht immer kann ein Aortenstent implantert werden, aber auch im Bereich der offenen Aortenchirurgie können wir auf einen weitreichenden Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Typischer Aortenstent

In Rotenburg werden auch Aortenaneurysmata des höchsten Schwierigkeitgrades operiert, hierzu zählen Aufweitungen, die nicht nur den Bauchraum, sondern auch kombiniert Brust- und Bauchraum betreffen, die thorakoabdominellen Aortenaneurysmata. Die Zusammenarbeit zwischen den Gefäßchirurgen, den Radiologen und den Intensivmedizinern ist bei der Therapie besonders wichtig und ist im Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme) garantiert.

Aneurysma Operative Ausschaltung mit Prothese