Wir freuen uns auf Sie!
Präambel
Die Weiterbildung zur Fachärztin / zum Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Diakoniekrankenhaus erfolgt sektorübergreifend in der Klinik für Geburtshilfe sowie in der Klinik für gynäkologische Onkologie. Wie in großen geburtshilflichen und gynäkologischen Zentren haben Sie auch hier ausführliche Weiterbildungsmöglichkeiten, insbesondere durch zwei Chefärzte mit voller Weiterbildungsermächtigung für das gesamte, und für das jeweilige Fachgebiet (speziell Geburtshilfe und Perinatalmedizin). Durch die enge Verzahnung ambulanter und stationärer Strukturen am Diakoniekrankenhaus, und insbesondere zwischen unseren Kliniken und der geburtshilflichen Ambulanz, pränatalmedizinische Ambulanz, Brustambulanz sowie gynäkologische und onkologische Ambulanz bieten wir eine umfassende Ausbildung und Berufsexposition in der stationären und ambulanten Gynäkologie, Geburtshilfe und Pränatalmedizin.
Informationen zur Weiterbildungsstätte
Die Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin bietet mit 22 Betten und derzeit etwa 1000 Geburten (incl. Wassergeburten) pro Jahr ein umfassendes Leistungsspektrum der modernsten Geburtshilfe und individuellen Begleitung während der Schwangerschaft. Als Haus der Maximalversorgung und als Perinatalzentrum Stufe 1 (in dem man Kinder ab der 24 Woche entbinden und auch betreuen kann) hat für uns die Sicherheit der Mutter und des Föten äußerste Priorität. Serviceorientiert widmen sich alle Mitarbeiter, wie Pflegekräfte, Ärzte, Oberärzte sowie Chefarzt dieser Aufgabe und handeln in diesem Sinne.
Wir führen alle pränatalen Untersuchungen durch, einschließlich Ersttrimester-Screening, großen Organschall inklusive fetaler Herzechokardiographie sowie 3-D-Ultraschall, Fruchtwasseruntersuchung, Plazentagewebeentnahme usw. Unsere Klinik verfügt über eine Hoch-Risiko-Ambulanz, in welcher Gastationsdiabetis, Mehrlingsgeburten, hoher Blutdruck, Epilepsie und weitere schwangerschaftsbegleitende Krankheiten behandelt werden
Die Abteilung für Frauenheilkunde und gynäkologischen Onkologie stellt 33 Betten, und behandelt sowohl Frauen mit häufigen, als auch Frauen mit seltenen und spezialisierten Krankheitsbildern aus dem gesamten Fachgebiet. Schwerpunkt sind minimal invasive Operationen, insbes. totale Laparoskopien, Hysterektomien, laparoskopische Operationen mit Uterus-Erhalt. Der Klinik angeschlossen ist ein Brustzentrum. Hier bilden brusterhaltende Operationen und Sentinel-Lymphknoten-Biopsien einen Schwerpunkt.
Wir nehmen als Screening-Operateure aktiv am Mammographie-Screening-Projekt Niedersachsen teil.
Team
Um unsere Patientinnen kümmern sich bei uns in einem interdisziplinären Team derzeit 8 Assistenten und Assistenzärzte, und neben einer Chefärztin noch 4 Oberärzte und ein Funktionsoberarzt mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten. Die Kreissäale werden von 11 erfahrene Hebammen betreut. Auf der geburtshilflichen Wöchnerinnenstation betreuen 21 Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Erwachsenenkrankenschwestern, welche auch mehrjährige Erfahrung als Stillberaterinnen haben, unsere Patientinnen.
Die pflegerische Betreuung der gynäkologischen Onkologischen Klinik findet von 18 erfahrenen und engagierten Schwestern statt. Eine engmaschige Kooperation mit unseren Sozialarbeitern und Seelsorgern gewährleistet unseren Patientinnen eine umfassende
24 stündige Unterstützung
Weiterbildungsermächtigung
Die volle Weiterbildungsermächtigung für 5 Jahre Geburtshilfe und Gynäkologie sowie die Weiterbildungsermächtigung für 3 Jahre spezielle Geburtshilfe und Pränatalmedizin liegen vor.
Ausbildungscurriculum und Praktische Weiterbildung
Die Ausbildung erfolgt nach einem weitgehend festen Curriculum wie folgt:
1 Jahr - Geburtshilfe mit Schwerpunkt auf die Kreissaal- und Wöchnerinnenstationstätigkeit
1 Jahr - Gynäkologie mit Schwerpunkt auf die Stationsarbeit und kleine Operationen.
½ Jahr - Geburtshilfe mit Verantwortungsübernahme für die Kreissaaltätigkeit
½ Jahr - Gynäkologie mit Mitwirken bei größeren Bauchoperationen und Verantwortungsübernahme für die Stationsarbeit
½ Jahr - Geburtshilfe und Perinatalmedizin mit Hauptschwerpunkt auf die sonographische Pränataldiagnostik
1 Jahr - Gynäkologie mit voller Verantwortungsübernahme für die Stationsarbeit und Mitwirken an allen größeren gynäkologischen Operationen (Wertheim Op, PET/Aplatio der Brust, Vaginale- u. Abdominale Laparoskopien, Hysterektomie usw.)
½ Jahr - Geburtshilfe mit voller Veranwortungsübernahme für die Kreissaaltätigkeit, incl. selbstständiger operativer und nichtoperativer Entbindung von Normalen- und Risikoschwangerschaften sowie ambulanter Betreuung aller gängigen und auch mit Komplikationen verbundener Schwangerschaften
Es wird großen Wert darauf gelegt, dass jede angehende Fachärztin / Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Anfang der Ausbildung ein Curriculum bekommt, und dieses auch bis zum Ende eingehalten wird.
Theoretische Weiterbildung
Täglich findet eine lehrhafte Frühbesprechung statt, in welcher alle Ereignisse der letzten 24 Stunden, und insbesondere das Nachtdienstgeschehen (incl. CTG-Besprechnung) erörtert werden. 2 x pro Woche werden Oberarzt-Visiten auf den Stationen durchgeführt, zusätzlich 1 x pro Woche eine Chefarzt-Visite auf beiden Stationen. Auf der Wöchnerinnenstation findet diese gemeinsam mit der Klinik für Kinder und Jugendliche über eine Dauer von ca. 2 Std. statt. In dieser Visite wird großen Wert auf die Weiterbildung gelegt. Anschließend nimmt die Klinik für Geburtshilfe an der Visite auf der neonotalogischen Intensivstation teil.
3 x pro Monat findet eine klinikinterne Fortbildung im Bereich Geburtshilfe und Pränatalmedizin statt. Außerdem tagt die interdisziplinäre senologische Fallkonferenz des Brustzentrums 1 x wöchentlich.
Darüber hinaus findet ca. wöchentlich eine interdisziplinäre Tumorkonferenz des Tumorzentrums Nordost-Niedersachsen im Diakoniekrankenhaus statt.
2 - 3 x jährlich organisiert die Klinik für Geburtshilfe externe Fortbildungen, bei welchen renommierte Referenten eingeladen sind (Fehlbildungskurs, geburtshilfliche Kreissaal-Fortbildungen usw.). Die Teilnahmegebühren für Assistenten werden hierfür von der Klinik übernommen.
In den vergangenen Jahren wurde jährlich ein Mamma-Symposium durchgeführt, bei dem externe renommierte Referenten sowie Referenten aus dem Brustzentrum über den aktuellen Stand berichteten.
Für die PJ-Studenten finden zusätzlich zu den o. g. Aktivitäten wöchentliche Vorlesungen der Ober- bzw. Chefärzte der Kliniken statt, an der alle PJ-ler des Diakoniekrankenhauses eingeladen sind teilzunehmen.
Arbeitsorganisation und Arbeitszeiten
Die Arbeitszeit ist mit dem Arbeitszeitgesetz konform. Im Interesse der Kontinuität der Ausbildung werden die Dienste von den meisten Assistentinnen und Assistenten als
24 Stunden Dienste mit nachfolgender Freizeit geleistet. Die Frühbesprechung findet um 7.30 Uhr statt. Nachdienst beginnt um 15.45 Uhr. Die Wochenenddienste sind in Blöcke zu jeweils etwa 24 Stunden geteilt. Organisationsaufgaben werden im stationären Bereich zu großen Teilen durch das Pflegepersonal übernommen, die Abrechnungsdokumentation wird durch eine Kodierassistentin unterstützt. Routineblutentnahmen erfolgen durch das Pflegepersonal. Radiologie, Befundarchive und Labordiagnostik sind weitgehend online verfügbar. Hierdurch ist im wesentlichen eine Konzentration der Arbeit auf originär ärztliche Aufgaben möglich.
Wer passt zu uns?
Willkommen sind alle jungen Ärztinnen und Ärzte, die das Fachgebiet auf hohem Niveau lernen wollen. Wir wünschen uns, dass Sie über gute Zeugnisse verfügen, lernwillig und begeisterungsfähig sind und bereit sind, sich um die Frauen serviceorientiert und verantwortungsvoll zu sorgen. Berufs- bzw. Facharztanfänger, aber auch Quereinsteiger sind bei uns herzlichst willkommen.
Haben Sie Fragen?
Sie können gerne eine(n) unserer Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten kontaktieren (über das Sekretariat der Geburtshilfe und Pränatalmedizin,
Telefon 04261-77-2300, Sie werden dann weiterverbunden) oder sich per eMail an die Chefärztin wenden, m.krohn@diako-online.de).
Bewerbungen richten Sie bitte an Dr. Dr. Maren Krohn, Chefärztin der Frauenklinik, Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme) gGmbH,
Elise-Averdieck-Str. 17, 27283 Rotenburg.


