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Logopädie

Logopädie – Was ist das und wie geht das?

„Logopädie“ ist ein alter Begriff, der sich aus dem Griechischen ableitet und so viel bedeutet wie „Sprecherziehung“. Heute beinhaltet Logopädie die Diagnostik, Therapie und Beratung von Menschen, die Sprach-, Sprech-, Stimm- oder Schluckstörungen haben. Dabei ist es gleichgültig, ob die Störung durch eine Erkrankung, einen Schlaganfall, von Geburt an bestehend oder durch falschen Einsatz hervorgerufen wurde. 

Logopädie ist eine Heilmittelleistung. Eine Verordnung stellt der Hausarzt, HNO-Arzt oder Neurologe aus. Selbstverständlich können die Leistungen auch als Privatkassen-Patient oder Selbstzahler in Anspruch genommen werden. 

Logopädie findet, je nach Bedarf und Verordnung, als Einzel- oder Gruppentherapie statt.

Erwachsene müssen etwas zuzahlen: 10 Euro pro Heilmittelverordnung (HMV) plus zehn Prozent der Gesamtsumme, wenn Sie nicht befreit sind. Eine Zuzahlungsbefreiung können Sie bei Ihrer Krankenkasse beantragen.

Wen behandeln wir im Diakonieklinikum logopädisch?

Erwachsene mit:

Sprachstörungen
(z. B. nach einem Schlaganfall)

  • Störung der Wortfindung, des Verstehens, des Lesens und/oder des Schreibens (Aphasie)

Sprechstörungen
(z. B. nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma oder bei Multipler Sklerose (MS), Morbus Parkinson, Amyotropher Lateralsklerose (ALS))

  • Störung der Sprechmuskulatur und/oder der Sprechatmung (Dysarthrie/Dysarthrophonie)
  • Koordinationsstörung der Sprechmuskulatur (Sprechapraxie)
  • Koordinationsstörung der Gesichtsmuskulatur (bukko-faziale Apraxie)
  • Stottern
  • Poltern
  • (Teil-) Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese)
  • (Teil-) Lähmung des Zungennervs (Hypoglossusparese)

Stimmstörungen

  • Raue Stimme, Heiserkeit, Räusperzwang (Dysphonien)
  • Stimmlippenlähmung nach Operationen (Recurrensparese)
  • (Teil-) Entfernung des Kehlkopfes (Laryngektomie)

Schluckstörungen
Eine Störung des Schluckaktes kann auftreten bei chronischen Erkrankungen wie z. B. ALS, MS, Morbus Parkinson oder nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Traumen.

  • Mit modernster apparativer Technik (Fiberendoskopie) können wir die Schluckstörung genau diagnostizieren und mit Ihnen gemeinsam ein Therapie- und Ernährungskonzept erstellen.
  • Therapie bei Menschen mit einer Trachealkanüle

Welche Ziele verfolgt die Logopädie?

Das Ziel einer logopädischen Behandlung ist eine Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und der Lebensqualität. Wie das im Einzelnen aussieht, besprechen wir individuell. 

Des Weiteren helfen wir Ihnen bei der Anpassung und beim Gebrauch externer Hilfsmittel. Dies können eine Kommunikationstafel, der Sprachcomputer, das Kanülentraining oder andere Hilfsmittel sein.

Wir beraten auf Wunsch auch Ihre Angehörigen, wenn diese im Umgang mit der Situation unsicher sind.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Hausärzten, Kinderärzten, anderen Fachärzten und Kollegen aus den therapeutischen Bereichen (Ergotherapie und Physiotherapie) ist uns ein großes Anliegen.

Was bietet die Logopädie an?

Die Logopädie im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG hat eine Krankenkassenzulassung und arbeitet als Praxis für Logopädie. Sie steht ambulanten und stationären Patienten offen. Die Praxis arbeitet sehr eng mit der Ergotherapie und dem Rehazentrum zusammen. So eröffnet sich ein umfassendes therapeutisches Angebot:

  • Fiberendoskopische Untersuchung des Schluckaktes zur genauen Diagnostik der Schluckstörung
  • In-Vivo-Therapie, z. B. Aphasietherapie
  • Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilitation des oro-fazialen Bereichs
  • Beratung und Vermittlung beim Bedarf alternativer Kommunikationsmethoden
  • Beratung bei der Trachealkanülenversorgung
  • Diätetische Beratung bei Schluckstörungen
  • Koordinierung des multiprofessionellen Teams (Kontakt zu Ärzten, anderen therapeutischen Berufsgruppen, Versorgungsfirmen, Kindergärten, etc.)

Kontakt

AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH
Logopädie

Elise-Averdieck-Straße 17
27356 Rotenburg (Wümme)
T (04261) 77-32 16

 

Ihre Ansprechpartnerin

Sabine Carls

Sabine Carls

Leitende Logopädin, MSc

Informationen

Bitte bringen Sie bei Erstvorstellung Folgendes mit:

  • Gültige Heilmittelverordnung (nicht älter als zwei Wochen)
  • Versicherungskarte
  • ggf. Befreiungsschein
  • Bisherige Untersuchungsbefunde